In der Ausgabe 3-2012 des BUNDMagazins zieht der wissenschaftliche Beirat des BUND ein Fazit zur Windenergie und beantwortet Fragen, wie Naturschutz mit dem Ausbau der Windkraft in Einklang zu bringen ist.
Die Antworten: "Naturschutzgebiete und Nationalparks sollten grundsätzlich frei von Windrädern bleiben. Auch europäische Schutzgebiete (»Natura 2000«) gehören ausgeklammert, wenn Windräder die Schutzziele gefährden." Windkraft sollte auch in Naturparks, im Wald und Landschaftsschutzgebieten grundsätzlich möglich sein, denn dadurch werden andere Schutzgebiete freigehalten. Für den BUND ist klar, dass der Ausbau der Windenergie wesentlich zum Gelingen der Energiewende beiträgt.
Offshore-Windkraft hinterfragt der BUND schon aus Kostengründen, denn schließlich ist Offshore-Windstrom doppelt so teuer wie an Land. Baut man dagegen Windenergie im Süden weiter aus, begrenzt man so den nötigen Netzausbau und vermeidet z.B. Eingriffe in das Weltkulturerbe Wattenmeer.
Windräder sind keine Vogelschredder
Weiterhin räumt der BUND ein Vorurteil aus, das vielerorts von Windkraftgegnern und in regionaler Berichterstattung als Fakt verwendet wird:
"Entgegen aller Befürchtung sind Windräder keine »Vogelschredder«. Brandenburgs Vogelschutzwarte hat unter den über 20000 Anlagen im Land binnen zehn
Jahren weniger als 1500 tote Vögel notiert. Statistisch gesehen wird in den 35 Jahren Laufzeit eines Windrads einmal ein Rotmilan getötet.
Das Risiko einer Kollision ist weitaus niedriger als an Hochspannungsleitungen, an Straßen und Gebäuden."
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