Bad Arolsen: Tag der offenen Tür im Holzpelletswerk der RIO Holzenergie

22.09.2012  | Presse (Bio)


Hochmoderne Anlage verarbeitet ausschließlich Rohstoffe aus der Region / Wohlige Wärme für das Waldecker Land / Holzpellets auch zum Grillen geeignet

Bad Arolsen, 22. September 2012. Modernste Technik für ein reines Naturprodukt: Im schönen Nordhessen ist ein Meilenstein für die nachhaltige und dezentrale Energieversorgung mit dem regenerativen Energieträger Holz entstanden. Die Holzpelletieranlage Bad Arolsen produziert aus Reststoffen der Sägeindustrie hochwertige, DINplus-zertifizierte Holzpellets für Gewerbe, Industrie und Privathaushalte. Eigentümer und Betreiber der Anlage ist die RIO Holzenergie Bad Arolsen, ein gemeinsames Unternehmen der Stadtwerke Mainz AG und der juwi Bio GmbH aus Wörrstadt in Rheinhessen.

 

Am heutigen Samstag informierten sich mehrere hundert Bürger aus der ganzen Region im Rahmen eines Tages der offenen Tür des Bioenergieparks Nordwaldeck über die neue Pelletieranlage. Bei sonnigem aber kühlem Frühherbstwetter herrschte in der weitläufigen Anlage schon kurz nach 10 Uhr reger Betrieb. Im Mittelpunkt des Interesses eine Fachausstellung rund um das Thema "Heizen mit Holz". Dazu Führungen durch das Werk mit der Möglichkeit, alle Fragen zur modernen Pelletsproduktion zu stellen. Auf einem mit Holzpellets befeuerten Grill wurden Würste zubereitet und an die hungrigen Besucher verteilt. Auch an die kleinen Gäste hatten die Organisatoren des Tages der offenen Tür gedacht: In einer Mal- und Bastelecke gab es reichlich Material zum Spielen und Werkeln.

 

Die Holzpelletieranlage Bad Arolsen besitzt eine jährliche Produktionskapazität von 30.000 Tonnen. Bei einem durchschnittlichen Pelletsverbrauch eines Drei-Personen- Haushaltes von etwa fünf Tonnen pro Jahr bedeutet dies, dass ca. 6.000 Haushalte jährlich mit Holzpellets versorgt werden können. Zusätzlich werden in der modernen Anlage pro Jahr auch rund 15.000 Tonnen Holzbriketts gefertigt. Besonders wichtig: Der Rohstoff für die gesamte Produktion stammt ausschließlich aus der Sägeindustrie aus der näheren Umgebung im Waldecker Land. Auch der Vertrieb richtet sich ausschließlich an Abnehmer aus der Region. Der für die Trocknung des Rohstoffs benötigte Wärmebedarf wird komplett durch das benachbarte Biomasse- Heizkraftwerk der Bayern Fond BestEnergy gedeckt. Neben DINplus-zertifizierten Premiumpellets können in Bad Arolsen auch Industriepellets für den Einsatz in entsprechend konstruierten Anlagen hergestellt werden.

 

Im Rahmen der Einweihung der Anlage Anfang August sagte Robert Stoffers, Geschäftsführer der RIO Holzenergie GmbH & Co. Bad Arolsen KG: "Bei unseren Holzpelletieranlagen setzten wir ganz auf das juwi-Motto 'Aus der Region. Aus Verantwortung'. Wir beziehen die Rohstoffe ausschließlich aus dem näheren Umkreis und vertreiben unsere Endprodukte ausschließlich in einem Radius von 100 Kilometern. Statt auf Masse möchten wir auf Qualität setzen Dadurch stärken unsere Projekte die heimische Wirtschaftskraft. Davon profitieren die Regionen und der Verbraucher."

 

Das sieht auch Dr.-Ing. Werner Sticksel, Vorstand der Stadtwerke Mainz AG (SWM), so: "Wir engagieren uns seit fünf Jahren stark und sehr erfolgreich in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Umweltfreundlich erzeugte Wärme ist ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zur Energiewende. Nachdem 2011 in Langelsheim die erste gemeinsame Holzpelletieranlage von Stadtwerke, juwi und Harz Energie ihren Betrieb aufnehmen konnte, freuen wir uns mit der Einweihung der Anlage in Bad Arolsen über den erfolgreichen Start des zweiten gemeinsamen Holzpelletwerkes."

 

Auch aus dem Wiesbadener Umweltministerium kommt viel Lob neue Anlage: "Als waldreichstes Bundesland setzt Hessen auch bei der Wärmeversorgung auf Holz. Besonders unterstützen wir den regionalen Ansatz, der mit dieser Pelletieranlage vorbildlich verwirklicht wurde," sagte Dr. Andreas Meissauer, stellvertretender Leiter der Stabstelle Energie beim feierlichen Festakt vor sechs Wochen. Von Anfang an hinter dem Projekt stand auch Jürgen van der Horst, Bürgermeister der Stadt Bad Arolsen: "Die Holzpelltieranlage stellt einen wichtigen Baustein im Gesamtkonzept des Bioenergieparks Nordwaldeck dar hin zu einer nachhaltigen und vor allem klimafreundlichen Energieerzeugung." Eine Einschätzung, die offenbar auch viele seiner Mitbürger teilen. Das Angebot für Pellets zum Eröffnungspreis fand jedenfalls reißenden Absatz.

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