Historie

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung ist juwi einer der Pioniere in der Branche der Erneuerbaren. So hat sich das Unternehmen entwickelt.

Ab 2016 Energiewende weltweit

In South Africa juwi realized its largest solar park with 86 MW.

Mitte 2016 findet die Stabsübergabe an der juwi-Spitze statt: Nachdem sich Matthias Willenbacher bereits 2015 aus dem juwi-Vorstand zurückgezogen hatte, wechselt Fred Jung Mitte 2016 aus dem Vorstand in den Aufsichtsrat. Die beiden Firmengründer bleiben Gesellschafter der juwi-Gruppe. Den Vorstandsvorsitz übernimmt Michael Class.

Im Jahr 2016 realisiert juwi in Südafrika mit dem 86-Megawatt-Projekt Sonnedix Prieska den größten Solarpark der Firmengeschichte. Auch in Australien setzt das Unternehmen Maßstäbe: juwi baut im australischen Outback das weltweit größte Solar-Hybrid-Kraftwerk. Die Anlage zur Versorgung eines Bergwerks umfasst neben einem 10,6 Megawatt Solarpark auch einen sechs Megawatt Batteriespeicher. Viele weitere Großprojekt realisiert juwi in den USA, in Südostasien,  Japan und der Türkei. 

In Deutschland konzentriert sich juwi auf die Entwicklung von Windparks. Das Unternehmen etabliert sich als einer der führenden Projektentwickler bundesweit und realisiert in vielen Bundesländern kleinere und größere Windparks. Kurz nach dem Jahreswechsel 2016/2017 überschreitet juwi die Schwelle von 2.000 Megawatt Windenergieleistung, die das Unternehmen ans Netz gebracht hat.

Daneben spielt das Betriebsführungsgeschäft eine immer wichtigere Rolle. Mit der moderne Leitwarte mit einem 24/7-Service und einem betreuten Anlagenpark mit rund 1.800 Megawatt an Wind- und Solarenergieleistung ist juwi einer der großen Anbieter im Bereich der technischen und kaufmännischen Betriebsführung.

2011 bis 2015 Konzentration aufs Kerngeschäft

Der Windpark Kirchberg im Hunsrück ist eines der größten Windenergieprojekte von juwi.
Windpark Kirchberg

Die politischen Rahmenbedingungen sowohl im Heimatmarkt Deutschland als auch in vielen anderen europäischen Ländern verschlechtern sich deutlich. Nach der EEG-Reform im Jahr 2012 bricht der deutsche Solarmarkt ein. juwi reagiert auf die Veränderungen mit einer Neustrukturierung und trennt sich in den Folgejahren sukzessive von Randaktivitäten: Das Unternehmen verabschiedet sich aus dem Endkundengeschäft, aus den Bereichen Biogas und Holzbrennstoffe und aus der Entwicklung von Komponenten. juwi konzentriert sich auf die Entwicklung und den Bau von Wind- und Solarparks und deren Betriebsführung. Ende 2014 beteiligt sich die MVV Energie aus Mannheim an der juwi-Gruppe und hält heute rund 63 Prozent der Anteile. Diese Partnerschafft stabilisiert juwi nachhaltig und eröffnet neue Zukunftsperspektiven.

 
Auch international findet eine Umorientierung statt. In Europa und Lateinamerika werden Niederlassungen geschlossen, dafür wird das Geschäft in der Region Asien-Pazifik mit Aktivitäten in Japan, Thailand, auf den Philippinen und in Australien und der APAC-Zentrale in Singapur weiter ausgebaut. Auch in Dubai und in der Türkei werden neue Aktivitäten gestartet. In Deutschland festigt juwi seine Position als einer der führenden Entwickler für Windenergieprojekt und realisiert zahlreiche Parks – darunter den größten Windpark im Südwesten Deutschlands in Kirchberg im Hunsrück.
International realisiert juwi im Jahr 2015 eine ganze Reihe großer Solarprojekte, unter anderem in den USA, in Indien, in Japan und in Südostasien. In der Nähe von Prieska in Südafrika beginnt das Unternehmen mit dem Bau eines 86 Megawatt Solarparks – es ist der Größte in der Firmengeschichte.


2006 bis 2010 Enormes Wachstum

In Lieberrose errichetete juwi auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz einen der größten Solarparks in Deutschland.
Lieberose Solarpark

Für juwi beginnt eine Zeit enormen Wachstums. Bis Ende 2010 steigt die Zahl der Mitarbeiter auf über 1.000. Das Unternehmen zieht 2008 nach Wörrstadt und muss schon bald einen zweiten Gebäudetrakt errichten. Auch international hält die Expansion an: Aktivtäten in Polen, Tschechien, Griechenland, Südafrika und Indien kommen hinzu. In Costa Rica baut juwi im Jahr 2009 mit 50 Megawatt den größten Windpark Mittelamerikas, auch im US-Bundesstaat Nebraska wird ein 60 Megawatt-Park errichtet. In Deutschland errichtet juwi zunehmen große Parks an komplexen Standorten, häufig im Wald. Auch im Solarbereich stößt das Unternehmen in neue Dimensionen vor. Errichtet juwi im Jahr 2006 Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 12 Megawatt, übersteigt 2009 ein einziger Park diesen Wert um ein Mehrfaches: Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz baut juwi den damals drittgrößten Solarpark der Welt mit 53 Megawatt. Das Unternehmen beginnt sich zusätzlich neue Geschäftsfelder zu erschließen: Mehrere Biogasanlagen und die erste Holzpelletieranlagen werden gebaut, juwi beschäftigt sich mit dem Thema Elektromobilität und im Windbereich beginnt man mit dem Repowering, bei dem kleineren, ältere Anlagen durch neue leistungsstarke Anlagen ersetzt werden.


2001 bis 2005 Ein zweites Standbein

Das Mainzer Fußballstadion "Am Bruchweg" rüstete juwi mit einer Photovoltaikanlage aus.
Dachanlage Bruchwegstadion Mainz

juwi baut seine Photovoltaik-Aktivitäten zum zweiten wichtigen Standbein aus. Im Jahr 2005 gehen mehrere Freiflächen-Anlagen mit einer Gesamtleistung von zusammen rund 3,5 Megawatt ans Netz. Hinzu kommen eine ganze Reihe von Dachflächenanlagen – unter anderem auf dem Mainzer Staatstheater im Jahr 2001 und 2005 auf dem damaligen Mainzer Fußballbundesligastadion am Bruchweg. Parallel baut juwi seine führende Position als Spezialist für Windkraft im Binnenland aus. Im Jahr 2002 errichtet das Unternehmen seine 100. Windenergieanlage. Im gleichen Jahr wird das Modellprojekt Morbacher Energielandschaft mit 14 Windenergie-Anlagen und Solarzellen mit einer Leistung von 500 Kilowatt im Hunsrück gestartet. juwi beginnt zudem seine Auslandsaktivtäten. Im bretonischen Plouguin, nordwestlich der französischen Hafenstadt Brest, installiert juwi 2004 den ersten Windpark des Unternehmens im Ausland – auch in den USA, Spanien und Costa Rica wird juwi aktiv.


1996 bis 2000 Die Anfangsjahre

Die beiden Firmengründer Matthias Willenbacher (links) und Fred Jung auf dem Schneeberger Hof.
juwi-Gründer Matthias Willenbacher und Fred Jung

Auf den elterlichen Höfen in der Pfalz begannen der Physiker Matthias Willenbacher und der Agrarökonom Fred Jung 1996 zunächst unabhängig voneinander mit Windmessungen. Nach dem ersten Treffen beschließen sie zusammenzuarbeiten und gründen am 4. Dezember 1996 die Firma Jung & Willenbacher Windenergie GmbH, die später in juwi GmbH umbenannt wird. Im Jahr 1997 gehen dann die erste Anlage auf dem Schneebergerhof (Donnersbergkreis) und drei weitere Anlagen in Spiesheim (Alzey-Worms) ans Netz. Nur zwei Jahre später baut juwi den bis dahin größten Windpark Süddeutschlands: Bei Alzey in Flomborn, Stetten und Ilbesheim installiert das junge Unternehmen 19 Windkraft-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 19,1 Megawatt. Im Jahr 1999 steigt juwi zudem in den Solarmarkt ein und realisiert im Folgejahr seine erste größere Photovoltaik-Anlage in Kirchheimbolanden.