Das 1.000. juwi-Windrad

Mit Streuobstwiesen schafft juwi Zufluchtsorte für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

> mehr

Besondere Herausforderung Genehmigung

Genehmigungsverfahren zählen heute zum aufwändigsten Teil eines Windenergie-Projekts überhaupt - das gilt auch für die 1.000 juwi-Anlage.

> mehr

Unser Bautagebuch

6. Juli: Alle Blätter sind wohlbehalten angekommen

Nach einer aufregenden Transportwoche sind alle 12 Rotorblätter wohlbehalten an ihrem Bestimmungsort angekommen. Das heißt aber nicht, dass wir es jetzt ruhiger angehen lassen. Ganz im Gegenteil. Nun beginnt die heiße Phase bis zur Inbetriebnahme des Windparks. In den kommenden Tagen wird der Turmbau abgeschlossen sein, dann folgt der Gondelzug und im Anschluss die Rotorblattmontage. 

29. Juni: Per Fernsteuerung zum Windpark

Auch wenn wir bereits 999 Windräder gebaut haben – die Anlieferung der Rotorblätter mit einem Selbstfahrer ist immer etwas Spektakuläres. Das sahen auch viele hundert Schaulustige entlang der Transportstrecke so und begleiteten den ferngesteuerten, drei Meter breiten, vier Meter hohen und etwa zehn Meter langen Mehrachser kurzerhand auf seiner rund zweieinhalb Stunden währenden Fahrt vom Umschlagplatz bei Lohma bis zur Baustelle. 

Während der Fahrt sind mehrere Personen an unterschiedlichen Positionen damit beschäftigt, die Wegstrecke zu überblicken und auf schwierige Stellen hin zu überprüfen. Sie sind per Funk miteinander verbunden und sorgen dafür, dass die Ladung sicher ans Ziel kommt. Das geschieht, trotz des 200-PS-starken Motors, sehr, sehr langsam. Theoretisch kann das Fahrzeug 15 Kilometer pro Stunde fahren, praktisch fahren sie jedoch meist mit einem Tempo, das noch unter Schrittgeschwindigkeit liegt.

Und warum wurden die Rotorblätter nicht auf einem normalen Tieflader angeliefert? Ganz einfach: immer dann, wenn die Straßen in den Orten, durch die der Konvoi fahren muss sehr eng und verwinkelt sind, greifen wir auf einen Selbstfahrer zurück. Denn der Clou dieses Gefährts ist seine neigbare Kippvorrichtung, mit der das Rotorblatt um bis 60 Grad aufgerichtet werden kann. Damit kommt der Konvoi dann auch durch die engsten Kurven.

18. Juni: Aluplatten statt rotem Teppich

Wir bereiten jetzt alles für die Anlieferung der ersten Rotorblätter zum Monatsende vor. Es ist zwar kein roter Teppich, den wir für die Ankunft der Anlagenteile auslegen – dafür aber viele hundert Aluplatten. Und das ist ganz im Sinne der örtlichen Landwirte. Durch die Platten wird nämlich der Ackerboden geschont, die Erde muss nicht erst abgetragen und die Fläche dann geschottert werden. So können die Landwirte schon kurz nachdem wir mit dem Aufbau der Anlagen fertig sind, einen Großteil der Fläche wieder landwirtschaftlich nutzen.

7. Juni: Die erste Ausgleichsmaßnahme blüht bereits

Als Kompensation für den Bau von Windenergie-Anlagen werden ja bekanntlich Ausgleichsmaßnahmen für Flora und Fauna durchgeführt. Und unsere erste Maßnahme ist schon umgesetzt und steht bereits in voller Blüte: Auf einem von uns gepachteten Feld werden in den kommenden 25 Jahren vom Landwirt Frank Quaas Wildkräuter angepflanzt. Doch nicht nur das. Das Saatgut der Blumen wird dann später genutzt, um entlang von Straßen in Ostthüringen heimische Kräuter auszusäen. Dadurch wird das natürliche Artenreichtum gefördert und zudem auch neuer Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten geschaffen. Momentan blühen vor allem die Margeriten in ihrer vollen Pracht.

29. Mai: Die Streckenführung für die Anlieferung steht

Ab 18. Juni werden die Anlagenkomponenten angeliefert – die Vorbereitungen laufen schon auf vollen Touren. Mit der Polizei und den Behörden haben wir die Streckenführung abgestimmt und die Anwohner anschließend über die örtlichen Medien informiert. Wir haben Glück: Aufgrund der ausreichend großen Fahrbahnbreite ist eine Vollsperrung des Verkehrs nicht erforderlich. Lediglich in Höhe der Ortsdurchfahrt Untschen kann es aufgrund der Kurvensituation zu kurzen Sperrungen kommen.  Aber der Großteil der Transporte erfolgt ohnehin nachts und außerhalb der morgendlichen Pendlerzeiten.

18. April: Alle Kabel im Park sind verlegt

Es ist jetzt kurz vor Ostern und wir sind deutlich früher als geplant mit dem Fundamentbau und der parkinternen Infrastruktur fertig. Nachdem das Mittelspannungskabelsystem parkintern bereits Anfang März mit einem riesigen Pflug in die Erde eingebracht wurde konnten diese Woche sogar schon alle Lichtwellenleiter-Datenleitungen – auch oft als Glasfaserkabel bezeichnet –  im gesamten Park eingeblasen werden. Später werden hierüber die Betriebsdaten aus der Anlage live in unsere Leitwarte übertragen. Auch außerhalb des Parks haben wir schon einen Großteil der Kabelstrecke hinter uns. Von der fast zwölf Kilometer langen Kabeltrasse sind, Stand heute, rund 75 Prozent verlegt. Für Ortskundige: Vom Windpark bis Wildenbörten ist die LWL-Leitung bereits eingeblasen.

2. April: Alle vier Fundamente sind fertig

Heute haben wir das letzte der vier Fundamente betoniert. In wenigen Tagen wird es ausgeschalt und der Sockel sandgestrahlt. Dann verschwindet der Großteil des Fundaments unter der Erde – und wie bei den anderen drei Fundamenten bereits geschehen - werden wir in diesem Monat noch eine Ringdrainage um das Fundament einbauen, um anfallendes Wasser abzuführen damit keine Auftriebswirkung entstehen kann.

14. Februar: Das erste Fundament wird betoniert

Eigentlich wollten wir das Fundament für die erste Windenergie-Anlage schon am 22. Januar betonieren. Aber dann spielte das Wetter nicht mit,  die Temperaturen von bis zu -14 °C waren einfach zu niedrig. Inzwischen liefert das Wetter aber auch in Ostthüringen schon einmal einen Vorgeschmack auf den Frühling. Bei sonnigen +12 °C lief die Betonage am Donnerstag wie am Schnürchen. Insgesamt 720 Kubikmeter Konstruktionsbeton haben wir eingebaut.

12. Februar: Der Bau der Kabeltrasse ist in vollem Gange

Am 14. Januar haben wir mit dem Bau der Kabeltrasse in der Nähe des Umspannwerks Bethenhausen begonnen. Es ist eine der aufwändigsten Kabeltrassen in unserer Firmengeschichte. Die Trasse verläuft unterirdisch durch sechs Ortschaften. Ungefähr die Hälfte der Strecke muss gebohrt werden, das ist ein ungewöhnlich hoher Anteil. Im Juli soll der Anschluss des Windparks ans Stromnetz fertig sein. Stand heute sind 18 Prozent der Trasse verlegt.

14. Januar: Die ersten Anker- und Bewehrungskörbe werden eingesetzt

Es ist Winter in Thüringen, aber das hindert uns nicht daran, unsere Arbeiten am Fundament fortzusetzen. Inzwischen haben wir schon die Ankerkörbe für die ersten beiden Anlagen montiert und eingesetzt. Ein Ankerkorb besteht aus 13,6 Tonnen Stahl. Und für die erste Anlage haben wir auch schon den Bewehrungskorb montiert.

10. Januar: Schnee und Eis und 89 Tonnen Stahl

Irgendwann musste der Winter ja kommen. Jetzt ist er da, pünktlich zum Bau der Fundamente ;-) Aber damit war natürlich zu rechnen – das ist im Zeitplan einkalkuliert. Und Dank der freundlichen Unterstützung des Räumdienstes haben wir es trotzdem geschafft. Der Bewehrungstahl für die erste Windenergie-Anlage ist gut angekommen. 89 Tonnen Stahl liegen jetzt auf der Baustelle bereit.

14. Dezember: Jetzt beginnen wir mit den Fundamenten

Das Wetter ist uns weiter wohlgesonnen. Die Fundamentgruben für drei der vier Anlagen sind ausgehoben, drei Kranstellflächen sind ebenfalls fertig. Für zwei Fundamente haben wir auch bereits die Sauberkeitsschichten eingebaut, so sind die Schotterpolster geschützt.  Weihnachten kann kommen.

12. November: Es geht los

Was hier so unspektakulär aussieht, ist ein besonderer Moment für juwi. Heute beginnen die Bauarbeiten für die vier Windenergie-Anlagen in Mohlis im Osten Thüringens, rund 25 Kilometer östlich von Gera. Eine der vier Anlagen markiert einen besonderen Meilenstein: Es wird die tausendste von juwi gebaute Windenergie-Anlage sein. Das Projekt beginnt trotzdem wie jedes andere auch: Der Mutterboden im Bereich der Kranstellflächen und der Zuwegung wird abgeschoben – bei schönen und trockenen Bedingungen. So kann es von uns aus weitergehen.

Zu diesem Blog

juwi ist einer der ersten deutschen Projektentwickler, der die Marke von 1.000 Windenergie-Anlagen onshore erreicht. In diesem Blog begleiten wir unser Jubiläumsprojekt.


Der Windpark Mohlis

In Mohlis, einem Ortsteil der Gemeinde Drogen im Altenburger Land (Thüringen) baut juwi vier Windenergie-Anlagen, darunter das 1.000 Windrad der Firmengeschichte. Hier sind die Details zum Projekt:

  • Anlagentyp: Vestas V136 mit jeweils 3,6 Megawatt
  • Abmessung: Nabenhöhe 149 Meter,  Rotordurchmesser von 136 Meter, Gesamthöhe 217 Meter  
  • Stromerzeugung: Jährlich rund 50 Millionen Kilowattstunden (Jahresverbrauch von mehr als 16.000 Haushalten)
  • Klimaschutz: CO2-Einsparung von 37.600 Tonnen