Das 1.000. juwi-Windrad

Mit Streuobstwiesen schafft juwi Zufluchtsorte für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

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Besondere Herausforderung Genehmigung

Genehmigungsverfahren zählen heute zum aufwändigsten Teil eines Windenergie-Projekts überhaupt - das gilt auch für die 1.000 juwi-Anlage.

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Unser Bautagebuch

4. September: Finale in Mohlis

Heute haben wir auch die vierte und damit letzte Windenergie-Anlage in Mohlis fertiggestellt – das Foto entstand übrigens bei den Aufbauarbeiten am Montag. Am Mittwoch wurde zudem auch die zweite Anlage in Betrieb genommen, das heißt: Auch von dieser wurden die ersten Kilowattstunden Strom ins Netz eingespeist. Das Projekt nähert sich nun zügig dem Abschluss. 

29. August: Die 1.000 Anlage geht in Betrieb

Heute ist der Tag, auf den wir lange hingearbeitet haben. Um 13.48 Uhr hat unsere 1.000 Windenergie-Anlage mit der Stromproduktion begonnen und die erste Kilowattstunde ins Netz eingespeist. Höchstwahrscheinlich ist sie in irgendeinem Haushalt im Osten Thüringens gelandet. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr über die Inbetriebnahme unserer 1.000 Anlage.

7. August: Die 1.000 Anlage ist komplett

Eigentlich hätten heute der Himmel blau sein und die Sonne scheinen müssen – schließlich wurde an diesem Mittwoch unsere 1.000ste Windenergie-Anlage komplettiert. Aber das Wetter kann man sich nun mal nicht aussuchen und so hat das Vestas-Team bei eher trübem Wetter die Rotorblätter unserer Jubiläumsanlage in Mohlis gezogen. Nacheinander wurden dazu die Nabe und die 67 Meter langen Blätter mit einem 750 Tonnen Großkran der Firma Maxikraft auf eine Höhe von rund 150 Metern gebracht. Dort hat das Montageteam zunächst die Nabe an der Gondel und im Anschluss die drei Blätter montiert. Auch wenn diese Arbeiten natürlich nur mit der entsprechenden Absturzsicherung stattfinden: Hier muss man wirklich absolut schwindelfrei sein.

3. August: Die Gondel ist gezogen

Millimeterarbeit 149 Meter über dem Boden: Nachdem der Turm fertiggestellt wurde und alle Großkomponenten die Baustelle sicher erreicht haben, konnte am Samstag die Gondel erfolgreich gezogen werden. Ein Geduldsspiel für alle Beteiligten. Denn das punktgenaue Absetzen des 70 Tonnen schweren Maschinenhauses auf dem Turm erfordert Fingerspitzengefühl, bei Kranfahrer und Aufbautrupp gleichermaßen. Doch auch diese Hürde wurde erfolgreich genommen. Noch fehlen Nabe und Rotorblätter. Diese werden in den kommenden Tagen gezogen. Im Anschluss folgen Probebetrieb und Inbetriebnahme.

29. Juli: Der Anschluss ans Stromnetz steht

Die Verbindung zwischen dem Umspannwerk Bethenhausen und dem Windpark Mohlis ist fertiggestellt. Vergangene Woche haben wir die letzten Meter Kabel der insgesamt zwölf Kilometer langen Kabeltrasse verlegt. Der Anschluss verläuft komplett unterirdisch durch insgesamt sechs Ortschaften. Wir haben Gräben ausgehoben und an vielen Stellen mussten wir diese auch bohren. Wir haben viele, viele Kilometer Kabel unter die Erde gebracht, diese in Sand eingebettet und die Gräben wieder zugeschüttet. Natürlich mussten wir alles wieder befestigen und dort, wo wir Straßen und Wege aufgerissen haben, wurden diese wieder geteert und gepflastert. Nachdem wir die Kabel heute nun noch alle geprüft haben, konnten unsere Netztechniker das Signal geben: Der Windpark ist ab sofort zuschaltbereit.

26. Juli: Die Gondel für die 1.000ste Anlage ist zugbereit

Sie ist das Herzstück jeder Windenergie-Anlage: In der Gondel wird die Bewegungsenergie der Rotoren über einen Generator in elektrische Energie umgewandelt. Und hier liegt nun die bereits beschriftete Gondel und wartet darauf, auf rund 150 Meter in die Höhe gehievt zu werden. Sie trägt – neben unserem Logo und dem des Herstellers Vestas – auch das Zeichen für unsere 1.000ste Windenergie-Anlage. Anfang August wird sie dann hoch oben auf dem Turm zu sehen sein.

17. Juli: Die Vormontage ist abgeschlossen

Jetzt ragen die Turmteile schon 57 Meter in die Höhe – die Vormontage mit dem ‚kleineren‘ Kran ist abgeschlossen. Dem aufmerksamen Betrachter wird auffallen, dass einer der Türme noch etwas niedriger ist. Für die WEA4 waren nicht alle Turmteile rechtzeitig auf der Baustelle. Das ist aber kein Problem. Die später angelieferte LDST Turmsektion wird dann einfach bei der Hauptmontage montiert. Sie besteht aufgrund des großen Durchmessers von sechs Metern aus drei Teilschalen, die vor der Errichtung auf der Kranstellfläche zusammengefügt werden müssen.

6. Juli: Alle Blätter sind wohlbehalten angekommen

Nach einer aufregenden Transportwoche sind alle 12 Rotorblätter wohlbehalten an ihrem Bestimmungsort angekommen. Das heißt aber nicht, dass wir es jetzt ruhiger angehen lassen. Ganz im Gegenteil. Nun beginnt die heiße Phase bis zur Inbetriebnahme des Windparks. In den kommenden Tagen wird der Turmbau abgeschlossen sein, dann folgt der Gondelzug und im Anschluss die Rotorblattmontage. 

29. Juni: Per Fernsteuerung zum Windpark

Auch wenn wir bereits 999 Windräder gebaut haben – die Anlieferung der Rotorblätter mit einem Selbstfahrer ist immer etwas Spektakuläres. Das sahen auch viele hundert Schaulustige entlang der Transportstrecke so und begleiteten den ferngesteuerten, drei Meter breiten, vier Meter hohen und etwa zehn Meter langen Mehrachser kurzerhand auf seiner rund zweieinhalb Stunden währenden Fahrt vom Umschlagplatz bei Lohma bis zur Baustelle. 

Während der Fahrt sind mehrere Personen an unterschiedlichen Positionen damit beschäftigt, die Wegstrecke zu überblicken und auf schwierige Stellen hin zu überprüfen. Sie sind per Funk miteinander verbunden und sorgen dafür, dass die Ladung sicher ans Ziel kommt. Das geschieht, trotz des 200-PS-starken Motors, sehr, sehr langsam. Theoretisch kann das Fahrzeug 15 Kilometer pro Stunde fahren, praktisch fahren sie jedoch meist mit einem Tempo, das noch unter Schrittgeschwindigkeit liegt.

Und warum wurden die Rotorblätter nicht auf einem normalen Tieflader angeliefert? Ganz einfach: immer dann, wenn die Straßen in den Orten, durch die der Konvoi fahren muss sehr eng und verwinkelt sind, greifen wir auf einen Selbstfahrer zurück. Denn der Clou dieses Gefährts ist seine neigbare Kippvorrichtung, mit der das Rotorblatt um bis 60 Grad aufgerichtet werden kann. Damit kommt der Konvoi dann auch durch die engsten Kurven.

18. Juni: Aluplatten statt rotem Teppich

Wir bereiten jetzt alles für die Anlieferung der ersten Rotorblätter zum Monatsende vor. Es ist zwar kein roter Teppich, den wir für die Ankunft der Anlagenteile auslegen – dafür aber viele hundert Aluplatten. Und das ist ganz im Sinne der örtlichen Landwirte. Durch die Platten wird nämlich der Ackerboden geschont, die Erde muss nicht erst abgetragen und die Fläche dann geschottert werden. So können die Landwirte schon kurz nachdem wir mit dem Aufbau der Anlagen fertig sind, einen Großteil der Fläche wieder landwirtschaftlich nutzen.

7. Juni: Die erste Ausgleichsmaßnahme blüht bereits

Als Kompensation für den Bau von Windenergie-Anlagen werden ja bekanntlich Ausgleichsmaßnahmen für Flora und Fauna durchgeführt. Und unsere erste Maßnahme ist schon umgesetzt und steht bereits in voller Blüte: Auf einem von uns gepachteten Feld werden in den kommenden 25 Jahren vom Landwirt Frank Quaas Wildkräuter angepflanzt. Doch nicht nur das. Das Saatgut der Blumen wird dann später genutzt, um entlang von Straßen in Ostthüringen heimische Kräuter auszusäen. Dadurch wird das natürliche Artenreichtum gefördert und zudem auch neuer Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten geschaffen. Momentan blühen vor allem die Margeriten in ihrer vollen Pracht.

29. Mai: Die Streckenführung für die Anlieferung steht

Ab 18. Juni werden die Anlagenkomponenten angeliefert – die Vorbereitungen laufen schon auf vollen Touren. Mit der Polizei und den Behörden haben wir die Streckenführung abgestimmt und die Anwohner anschließend über die örtlichen Medien informiert. Wir haben Glück: Aufgrund der ausreichend großen Fahrbahnbreite ist eine Vollsperrung des Verkehrs nicht erforderlich. Lediglich in Höhe der Ortsdurchfahrt Untschen kann es aufgrund der Kurvensituation zu kurzen Sperrungen kommen.  Aber der Großteil der Transporte erfolgt ohnehin nachts und außerhalb der morgendlichen Pendlerzeiten.

18. April: Alle Kabel im Park sind verlegt

Es ist jetzt kurz vor Ostern und wir sind deutlich früher als geplant mit dem Fundamentbau und der parkinternen Infrastruktur fertig. Nachdem das Mittelspannungskabelsystem parkintern bereits Anfang März mit einem riesigen Pflug in die Erde eingebracht wurde konnten diese Woche sogar schon alle Lichtwellenleiter-Datenleitungen – auch oft als Glasfaserkabel bezeichnet –  im gesamten Park eingeblasen werden. Später werden hierüber die Betriebsdaten aus der Anlage live in unsere Leitwarte übertragen. Auch außerhalb des Parks haben wir schon einen Großteil der Kabelstrecke hinter uns. Von der fast zwölf Kilometer langen Kabeltrasse sind, Stand heute, rund 75 Prozent verlegt. Für Ortskundige: Vom Windpark bis Wildenbörten ist die LWL-Leitung bereits eingeblasen.

2. April: Alle vier Fundamente sind fertig

Heute haben wir das letzte der vier Fundamente betoniert. In wenigen Tagen wird es ausgeschalt und der Sockel sandgestrahlt. Dann verschwindet der Großteil des Fundaments unter der Erde – und wie bei den anderen drei Fundamenten bereits geschehen - werden wir in diesem Monat noch eine Ringdrainage um das Fundament einbauen, um anfallendes Wasser abzuführen damit keine Auftriebswirkung entstehen kann.

14. Februar: Das erste Fundament wird betoniert

Eigentlich wollten wir das Fundament für die erste Windenergie-Anlage schon am 22. Januar betonieren. Aber dann spielte das Wetter nicht mit,  die Temperaturen von bis zu -14 °C waren einfach zu niedrig. Inzwischen liefert das Wetter aber auch in Ostthüringen schon einmal einen Vorgeschmack auf den Frühling. Bei sonnigen +12 °C lief die Betonage am Donnerstag wie am Schnürchen. Insgesamt 720 Kubikmeter Konstruktionsbeton haben wir eingebaut.

12. Februar: Der Bau der Kabeltrasse ist in vollem Gange

Am 14. Januar haben wir mit dem Bau der Kabeltrasse in der Nähe des Umspannwerks Bethenhausen begonnen. Es ist eine der aufwändigsten Kabeltrassen in unserer Firmengeschichte. Die Trasse verläuft unterirdisch durch sechs Ortschaften. Ungefähr die Hälfte der Strecke muss gebohrt werden, das ist ein ungewöhnlich hoher Anteil. Im Juli soll der Anschluss des Windparks ans Stromnetz fertig sein. Stand heute sind 18 Prozent der Trasse verlegt.

14. Januar: Die ersten Anker- und Bewehrungskörbe werden eingesetzt

Es ist Winter in Thüringen, aber das hindert uns nicht daran, unsere Arbeiten am Fundament fortzusetzen. Inzwischen haben wir schon die Ankerkörbe für die ersten beiden Anlagen montiert und eingesetzt. Ein Ankerkorb besteht aus 13,6 Tonnen Stahl. Und für die erste Anlage haben wir auch schon den Bewehrungskorb montiert.

10. Januar: Schnee und Eis und 89 Tonnen Stahl

Irgendwann musste der Winter ja kommen. Jetzt ist er da, pünktlich zum Bau der Fundamente ;-) Aber damit war natürlich zu rechnen – das ist im Zeitplan einkalkuliert. Und Dank der freundlichen Unterstützung des Räumdienstes haben wir es trotzdem geschafft. Der Bewehrungstahl für die erste Windenergie-Anlage ist gut angekommen. 89 Tonnen Stahl liegen jetzt auf der Baustelle bereit.

14. Dezember: Jetzt beginnen wir mit den Fundamenten

Das Wetter ist uns weiter wohlgesonnen. Die Fundamentgruben für drei der vier Anlagen sind ausgehoben, drei Kranstellflächen sind ebenfalls fertig. Für zwei Fundamente haben wir auch bereits die Sauberkeitsschichten eingebaut, so sind die Schotterpolster geschützt.  Weihnachten kann kommen.

12. November: Es geht los

Was hier so unspektakulär aussieht, ist ein besonderer Moment für juwi. Heute beginnen die Bauarbeiten für die vier Windenergie-Anlagen in Mohlis im Osten Thüringens, rund 25 Kilometer östlich von Gera. Eine der vier Anlagen markiert einen besonderen Meilenstein: Es wird die tausendste von juwi gebaute Windenergie-Anlage sein. Das Projekt beginnt trotzdem wie jedes andere auch: Der Mutterboden im Bereich der Kranstellflächen und der Zuwegung wird abgeschoben – bei schönen und trockenen Bedingungen. So kann es von uns aus weitergehen.

Zu diesem Blog

juwi ist einer der ersten deutschen Projektentwickler, der die Marke von 1.000 Windenergie-Anlagen onshore erreicht. In diesem Blog begleiten wir unser Jubiläumsprojekt.


Der Windpark Mohlis

In Mohlis, einem Ortsteil der Gemeinde Drogen im Altenburger Land (Thüringen) baut juwi vier Windenergie-Anlagen, darunter das 1.000 Windrad der Firmengeschichte. Hier sind die Details zum Projekt:

  • Anlagentyp: Vestas V136 mit jeweils 3,6 Megawatt
  • Abmessung: Nabenhöhe 149 Meter,  Rotordurchmesser von 136 Meter, Gesamthöhe 217 Meter  
  • Stromerzeugung: Jährlich rund 50 Millionen Kilowattstunden (Jahresverbrauch von mehr als 16.000 Haushalten)
  • Klimaschutz: CO2-Einsparung von 37.600 Tonnen