12.07.2019 / Wind, Unternehmen, Presse

Arbeiten für genehmigten Windpark am „Roßkopf“ beginnen

Die sechs Anlagen in Jossgrund sollen im Juli 2020 ans Netz gehen.

In diesen Tagen haben die Bauarbeiten für den gemeinsam von der juwi AG und der Naturenergie Main-Kinzig GmbH, einem Tochterunternehmen der der Kreiswerke Main-Kinzig GmbH und der Energieversorgung Offenbach AG (EVO), geplanten Windpark Roßkopf in der Gemeinde Jossgrund (Main-Kinzig-Kreis) begonnen. Zunächst werden die Baustelleninfrastruktur sowie die interne und externe Verkabelung des Windparks erstellt. Die Inbetriebnahme der sechs Anlagen erfolgt bis Juli 2020. Ab dann wird der Windpark laut den Prognosen durchschnittlich rund 55 Millionen Kilowattstunden umwelt- und klimafreundlichen Strom pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem jährlichen Bedarf von rund 14.000 Haushalten.

Rainer Schreiber, Bürgermeister der Gemeinde Jossgrund, begrüßt den Baustart: „Wir freuen uns, dass der Windpark Roßkopf nach langjähriger und intensiver Planungsphase nun endlich in die Realisierung geht. Wenn wir Klimaschutz ernst nehmen, dann brauchen wir regenerative Alternativen zu Kohle- und Atomstrom. Daher unterstützt die Gemeinde Jossgrund den Bau des Windparks.“ Der Windpark stärkt auch die Wirtschaft vor Ort: So konnte für den Bau der 26 Kilometer langen Kabeltrasse zum Umspannwerk in Wächtersbach ein in Jossgrund ansässiges Bauunternehmen beauftragt werden. Mit den Pachtzahlungen über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren erhält die Gemeinde zudem feste Einnahmen, von denen schlussendlich auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren.

Oliver Habekost, Geschäftsführer des künftigen Betreibers Naturenergie Main-Kinzig GmbH, ergänzt: „Der Baustart ist ein weiterer Meilenstein in der Historie dieses Projektes. Es liegt ein ambitionierter Zeitplan vor uns. Daher ist es umso wichtiger, dass wir nun mit der Realisierung des Windparks beginnen konnten.“

„Der Windpark Roßkopf ist das Ergebnis unseres langjährigen Know-hows bei der Planung von Windenergie-Projekten und steht für langfristige Investitionen in den nachhaltigen und klimafreundlichen Umbau der Energieversorgung in Deutschland. Dieses anspruchsvolle Projekt hat uns und unsere Partner stark gefordert. Umso mehr freut es uns, dass wir unser gemeinsames Ziel erreicht haben und es jetzt endlich losgeht“, kommentiert Michael Class, Vorstand der juwi AG, den Baustart. 

Nach Worten von Günther Weiß, Technikvorstand der EVO, werden an dem als offizielle Vorrangfläche ausgewiesenen Standort sechs leistungsfähige Windräder vom Typ General Electric mit jeweils 2,75 Megawatt Nennleistung gebaut. Weiß weiter: Die Windräder verfügen über eine Nabenhöhe von 139 und einen Rotordurchmesser von 120 Metern. 

Im Februar 2015 hatte juwi als zuständiger Kooperationspartner den Antrag auf Genehmigung zum Bau und Betrieb von zunächst insgesamt elf geplanten Windenergie-Anlagen nach Bundes-Immissionsschutzgesetz beim Regierungspräsidium Darmstadt eingereicht. Auf Basis umfangreicher Fachgutachten genehmigte das Regierungspräsidium Darmstadt abschließend den Bau und Betrieb von sechs Anlagen auf Jossgründer Gemeindegebiet. Der Genehmigungsprozess hatte sich letztlich über einen Zeitraum von drei Jahren erstreckt. Während dieser Zeit hatten insbesondere naturschutzrechtliche Aspekte zu einer intensiven weiterführenden behördlichen Prüfung geführt.

Die Umsetzung erfolgt im Sinne der Gemeinde Jossgrund und  mit hoher Verantwortung für die Region. Errichtet werden die Windenergieanlagen auf forstwirtschaftlich genutzten Flächen. Als Ausgleich für den Eingriff in den Fichtenbestand nimmt juwi 20 Hektar ökologisch hochwertigen Altbaumbestand in Nachbarschaft zum Windpark für die Dauer von 65 Jahren aus der Bewirtschaftung. Hiervon profitieren vor allem Fledermäuse, Wildkatzen und diverse Vogelarten. 

„Wir setzen uns aus Überzeugung für eine nachhaltige Energieerzeugung vor Ort ein“, erläutert Bernd Schneider, Geschäftsführer der Kreiswerke Main-Kinzig. „Und als kommunales Versorgungsunternehmen im Mehrheitsbesitz des Main-Kinzig-Kreises bleibt mit uns als Betreiber auch ein Teil der Wertschöpfung in der Region. Mit dem Bau des Windparks Roßkopf leben wir unsere ökologische und gesellschaftliche Verantwortung damit einmal mehr“, resümiert Schneider. 


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