01.03.2019 / Wind, Unternehmen, Presse

Bisher keine Einigung mit Stadt möglich: juwi plant weiterhin zwölf Windräder in Beelitz (Brandenburg)

Stadt nimmt mehrere Angebote des Projektentwicklers zur freiwilligen Reduzierung der Anlagenanzahl bislang nicht an / Verhandlungsbereitschaft des Unternehmens weiterhin vorhanden / Bei Einigung Verzicht auf fünf Anlagen möglich

Die juwi AG befindet sich derzeit in der Vorbereitung der Realisierung des seit langem genehmigten Windparks Beelitz südwestlich von Berlin. Aktuell plant juwi mit zwölf Anlagen. Das erneute Angebot des Unternehmens, die Anlagenanzahl freiwillig auf sieben zu reduzieren, hat die Stadt bislang nicht angenommen. „Bedauerlicherweise haben die politisch verantwortlichen Akteure der Stadt Beelitz bislang keines der vielen Kompromissangebote angenommen und entsprechende Fristen verstreichen lassen“, bedauert juwi-Projektleiter Frank Förtsch. Um die Realisierung des 2012 begonnenen Projektes nicht weiter zu verzögern, wird das Unternehmen nun seine Planung mit zwölf Anlagen weiter vorantreiben. „Wir möchten jedoch betonen, dass wir nach wie vor zum Dialog und zur Erarbeitung einer Kompromisslösung bereit sind, auch wenn wir demnächst weitere Schritte der Projektumsetzung angehen werden“, so Förtsch. Noch sei die Tür aber offen.

Die Anlagenstandorte sind in einem intensiv forstwirtschaftlich genutzten Wirtschaftswald entlang der A9 geplant. Der nun anstehenden Umsetzung des Projektes vorausgegangen waren eine neun Jahre währende Planung sowie ein komplexes und umfangreiches Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung, in dem die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit hatten, Stellungnahmen zum Projekt abzugeben. Die Erteilung der Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) für zwölf Anlagen erfolgte im Jahr 2016; der erforderliche Vergütungszuschlag im Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Oktober 2018. Der Widerspruch der Stadt Beelitz gegen die Genehmigung wurde vollumfänglich zurückgewiesen, sodass juwi im September 2018 der Sofortvollzugsbescheid ausgestellt wurde. Soweit bekannt hat die Stadt Beelitz hiergegen keine Klage erhoben.

Ob es bei zwölf Anlagen bleibt, hängt nun maßgeblich von der Stadt Beelitz ab – juwi ist seit längerem bereit, freiwillig die Zahl der genehmigten Anlagen um fünf auf sieben zu reduzieren. Ein entsprechendes Angebot wurde den Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2018 vorgetragen. Zudem erklärt sich das Unternehmen bereit, freiwillig verschiedene zusätzliche Brandschutzmaßnahmen umzusetzen, die allesamt die von der Stadt Beelitz künftig geplanten Brandschutzmaßnahmen unterstützen. Auch die Umsetzung eines Bürgerbeteiligungsmodells zur finanziellen Teilhabe der Bürger und Bürgerinnen ist Bestandteil des Angebotes. Diesen Kompromiss haben die politisch verantwortlichen Akteure bedauerlicherweise bislang nicht angenommen. Eine entsprechende Frist ließen sie verstreichen.

Der Windpark Beelitz besteht aus insgesamt bis zu zwölf Windrädern vom Typ N117 mit jeweils 2,4 Megawatt Nennleistung, einer Nabenhöhe von 141 Metern und einem Rotordurchmesser von 117 Metern. „Wenn wir Klimaschutz ernst nehmen, dann brauchen wir regenerative Alternativen zu Kohle- und Atomstrom“, betont Förtsch. „Wir brauchen ihn gerade auch in der Nähe von Verbrauchszentren, wie Berlin. Denn nur so vermeiden wir große Netzverluste“. Wenn der Windpark Beelitz vollumfänglich mit seinen zwölf genehmigten Anlagen errichtet wird, dann wird er jährlich über 80 Millionen Kilowattstunden umwelt- und klimafreundlichen Strom erzeugen. Das entspricht dem jährlichen Bedarf von mehr als 25.000 Haushalten und ist damit ein wichtiger regionaler Beitrag zur umweltfreundlichen Energieversorgung in der Region Potsdam-Mittelmark.


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