12.03.2019 / OM Praxisnews

Das Super-Solarjahr

Die Jahresbilanz der beiden wichtigsten erneuerbaren Energieträger in Deutschland könnte unterschiedlicher kaum ausfallen: Während das Windjahr nach einem guten Start eher enttäuschte, strahlte die Sonne im Jahr 2018 rekordverdächtig.

Die Betreiber von Solarenergie-Anlagen hatten 2018 wahrlich allen Grund zur Freude: Die Sonnenscheinstunden übertrafen das langjährige Mittel deutlich, in acht Monaten schien die Sonne häufiger und länger als im Schnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hat die Daten von 41 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes im ganzen Land ausgewertet und bestätigt damit den Eindruck, der subjektiv bei den allermeisten ohnehin vorherrschte: Die Sonne schien 2018 so ausgiebig, wie lange nicht mehr. Dementsprechend stark stieg auch die Produktion von Solarstrom in Deutschland: 16 Prozent plus im Vergleich zu 2017 berechnete das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg. Auch wenn einige Prozentpunkte des Anstiegs auf den Zubau neuer Photovoltaik- Anlagen entfallen, liegt die Solarenergie bei der Stromausbeute immer noch mehr als zehn Prozent im Plus.


Das Bild wird auch von der juwi- Betriebsführung bestätigt: „An vielen Standorten waren die Erträge im Jahr 2018 rekordverdächtig“, erklärt Sven Bröscher, Leiter Solar Operations bei juwi. Gut 13 Prozent Mehrertrag erwirtschafteten die Solarparks und Dachanlagen im Schnitt, die sich in der juwi-Betriebsführung befinden.


Ganz anders fällt die Jahresbilanz im Windbereich aus: Nachdem im Januar der Wind noch kräftig blies, flaute er im weiteren Jahresverlauf deutlich ab. „Zum Jahresanfang und zum Jahresabschluss war die Windausbeute gut. Dies konnte aber den schwachwindigen Sommer und den ebenfalls sehr unterdurchschnittlichen Herbst nicht ausgleichen“, bestätigt Thomas Kretzschmar, Leiter Wind Operations. Vergleicht man das von der juwi Operations & Maintenance betreute Windportfolio, dann lagen die Stromerträge fast sieben Prozent unter dem Vorjahr. Wenn bundesweit die Stromerzeugung aus der Windenergie in Deutschland insgesamt trotzdem moderat zulegte, dann lag das an den hohen Zubauzahlen im Jahr 2017. Mit einem Plus von 5.300 Megawatt erreichten die Neuinstallationen Wind Onshore in Deutschland noch einmal einen Spitzenwert.

 

311

Stunden schien im Juli die Sonne in Deutschland im Durchschnitt. Damit lag die Sonnenscheindauer fast 50 Prozent über dem langjährigen Mittel. Insgesamt registrierte der Deutsche Wetterdienst 2018 rund 2020 Sonnenstunden – das ist absoluter Rekord seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnung im Jahr 1951.


Weitere Themen

Neuste Artikel

juwi gewinnt mit 204-Megawatt-Solarpark bei Auktion in Griechenland

Bau des größten Solarparks Südosteuropas und der juwi-Firmengeschichte soll noch 2019 beginnen. mehr

Königsweg für gute Standorte

Wenn das Ende der EEG-Vergütung naht, stehen Betreiber vor einer wichtigen Entscheidung. mehr