26.05.2017 / Energie-Allee

„Der Windpark hat für uns eine ökologische und ökonomische Bedeutung“

Karl-Heinz Hermann, Bürgermeister der Gemeinde Simmerath (Nordrhein-Westfalen)

Dass über den Wipfeln der Eifel ein frischer und vor allem kräftiger Wind bläst, ist kein Geheimnis. Schon früh haben wir uns daher Gedanken gemacht, wie wir diese heimische Ressource nutzen können, um die Gemeinde positiv weiterzuentwickeln. 2010 eröffnete uns der verabschiedete Windenergie-Erlass Nordrhein-Westfalen dann die Möglichkeit, Windräder im Wald zu errichten. Im Gemeinderat haben wir Flächen identifiziert, die wir für die Windenergie-Nutzung öffnen wollten, und diese dann europaweit ausgeschrieben. Durchgesetzt hat sich letztlich das Joint Venture aus juwi und Stadtwerke Aachen. Sie boten das beste Gesamtpaket aus Pachthöhe und planerischem Know-how. Dass ein regionaler Energieversorger die Anlagen letztlich auch betreibt, ist natürlich das i-Tüpfelchen. Dank dieser kürzlich in Betrieb gegangenen sieben Windenergie-Anlagen ist unsere Gemeinde sogar Stromexporteur geworden. Insgesamt stehen 22 Windräder auf dem Gemeindegebiet von Simmerath.
Neben dieser ökologischen Bedeutung hat die Windenergie für Simmerath natürlich auch eine ökonomische Bedeutung, denn die Pachteinnahmen kommen allen Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde unmittelbar zugute. Gerade in Zeiten angespannter Kassen machen sich die 500.000 Euro Pacht pro Jahr positiv im Gemeindehaushalt bemerkbar. Und das verlässlich über einen Zeitraum von 20 Jahren. Das erhöht die Planungssicherheit der Gemeinde. Hätten wir diese zwingend erforderlichen Einnahmen über die Grundsteuer B erzielen wollen, wären wir nicht darum herumgekommen, den aktuellen Steuersatz um 16 Prozent anzuheben. Auf eine solche Erhöhung können wir dank des neuen Windparks und der daraus erzielten Pachteinnahmen zum Glück verzichten.

Karl-Heinz Hermann, Bürgermeister der Gemeinde Simmerath
(Nordrhein-Westfalen)


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