30.08.2020 / Blog, Betriebsführung, Wind, Solar / Thomas Hoch

Doppelte Absicherung

Bei der juwi O&M gibt es ein eigenes Expertenteam für alle Mittelspannungsthemen. Wenn es um die Sicherheit in Wind- und Solarparks und eine schnelle Reaktion im Fehlerfall geht, macht das für Betreiber oft den entscheidenden Unterschied.

„Nein, Standard ist es in der Branche ganz und gar nicht, dass ein Betriebsführer ein richtiges Expertenteam für Mittelspannungsthemen im Haus hat, das gibt es nur bei ganz wenigen“, ist sich Stefan Reinhardt sicher. Er leitet das Team Netzbetrieb bei der juwi Operations & Maintenance und ist damit erster Ansprechpartner für Netzbetreiber, Kunden und Servicetechniker auf den Anlagen, wenn es um den Transport des Stroms zwischen Trafo und Übergabestation geht. Vor allem aber ist er für die Betreiber so ein Art doppelte Absicherung – gegen längere Ausfallzeiten und gegen Sicherheitsrisiken.

Höchste Sicherheit 

Stärker noch als in anderen elektrischen Themenbereichen spielt in der Mittelspannungstechnik der Sicherheitsaspekt eine herausragende Rolle. Die Spannung und damit auch das Risiko sind hier um ein zigfaches höher als an der Haushaltssteckdose. „Wir arbeiten streng nach den gesetzlichen Vorschriften und mit optimaler persönlicher Schutzausrüstung, in diesem Bereich gilt das Null-Fehler-Prinzip. Schließlich tragen wir die Verantwortung für alle, die auf einer elektrischen Baustelle arbeiten“, sagt Stefan Reinhardt. Rein rechtlich ist es der Betreiber selbst, der diese Verantwortung trägt. Er kann freilich einen Teil davon an einen ausgewiesenen Fachmann gemäß DIN VDE 0105-100 delegieren. 

Solche Fachleute arbeiten in Reinhardts Team: Elektromeister oder Elektrotechniker, allesamt mit einer Zusatzausbildung – und dazu mit jahrelanger Erfahrung bei Versorgungsnetzbetreibern oder in der Industrie. Dadurch bringen sie nicht nur das notwendige Know-how sondern auch ein gutes Netzwerk an Dienstleistern mit, ohne dass sich ein Anlagenstillstand schnell in die Länge ziehen kann. 

Schnelle Reaktion und gutes Netzwerk

„Wenn beispielsweise ein Totalausfall aufgrund eines Kabelfehlers auftritt, arbeiten wir mit höchster Priorität an der Beseitigung des Fehlers“, sagt Stefan Reinhardt. Das heißt konkret: Eine Vielzahl von Arbeiten müssen dann koordiniert und erledigt werden, wie zum Beispiel Fehleranalyse auf der Anlage, Beauftragung und Koordination der Dienstleister, Abnahme der Arbeiten. „Wir wissen sehr genau, wie lange welche Arbeit dauert und können so die Dienstleister optimal koordinieren und einsetzen. Durch unsere Größe und unsere Erfahrung verfügen wir über ein sehr gutes Netzwerk, so dass unsere Anfragen immer eine entsprechende Priorität haben und wir die notwendigen Fachleute zeitnah auf die Anlage bekommen.“ Für die Betreiber ist das ein Mehrwert, der viel Geld ausmachen kann.

Noch wichtiger ist für die juwi-Kunden allerdings der Sicherheitsaspekt: Der Gesetzgeber hat die Betreiber von elektrischen Energieerzeugungsanlagen nicht umsonst mit hohen Anforderungen belegt. „Wenn unsere Kunden uns als Anlagenbetreiber gemäß VDE 0105-100  beauftragen, dann nehmen wir diese Verantwortung für sie war“, erklärt Reinhardt. Das umfasst dann eine ganze Reihe von Aspekten: Beispielsweise das Erstellen von Gefährdungsbeurteilungen, die Organisation der Anlagenverantwortung, die Auswahl der Mitarbeiter beziehungsweise Serviceunternehmen, regelmäßige Einweisungen, die Anwendung der neusten Vorschriften und ein Zutrittskontrollsystem für die Anlage. Das alles wird zudem detailliert dokumentiert und stichprobenartig überwacht.  

Im Mittelpunkt der Arbeit von Reinhardts Team steht der sichere und störungsfreie Betrieb der Energieerzeugungsanlage bis zur Netzeinspeisung. Deshalb besteht der Arbeitsalltag des Mittelspannungsteams bei juwi vor allem auch aus folgenden Aufgaben: Eine sorgfältige und dokumentierte Abnahme der Anlage, regelmäßige Schutzprüfungen, Wartungen und Inspektionen von Schaltanlagen, Trafos und Leitungen inklusive der notwendigen Reparaturarbeiten. Auch die Auskunft zu Kabeltrassen und deren Markierung im Bedarfsfall erledigt Reinhardts Abteilung. „Normalerweise dürften Bagger unsere Mittelspannungskabel gar nicht beschädigen“, sagt er.  Aber wenn es dann doch einmal passiert, dann ist das juwi-Netzbetriebs-Team sehr schnell vor Ort.  
 


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