05.08.2021 / Wind, Unternehmen, Presse, Natur

juwi-Gruppe setzt Ausgleichsmaßnahmen in Sachsen um

Projektentwickler für Erneuerbare Energien wertet Naturschutz in der Region Zwickau auf

Im Jahr 2015 stellte die juwi-Gruppe den Antrag für die Errichtung von zwei Windenergie-Anlagen im sächsischen Mosel, einem Ortsteil von Zwickau. Dabei wurden auch zahlreiche finanzielle und bauliche Maßnahmen zur Förderung des Naturschutzes als Ausgleich für den Bau und Betrieb des Windparks von der Genehmigungsbehörde festgesetzt. juwi hat nun begonnen, diese Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen.

Dazu zählen unter anderem die finanzielle Unterstützung des Arbeitskreises Wanderfalkenschutz e.V., ein anerkannter Naturschutz-Verein mit Sitz in Freiberg (Sachsen). „Wir freuen uns sehr, mit der Zahlung aus der Errichtung der Windenergie-Anlagen die wertvolle Arbeit des Vereins für den Schutz des Wanderfalken in Sachsen und Mitteldeutschland unterstützen zu können“, freut sich Projektleiter Jörg Heilmann. In den letzten Jahren hat der Arbeitskreis Wanderfalkenschutz e. V. bereits große Erfolge seiner Arbeit für den Wanderfalken feiern können. So ist der Wiederaufbau der in Südwestsachsen schon ausgestorben gewesenen Wanderfalkenpopulation gelungen. Der Vorsitzende des Vereins, der renommierte Wanderfalkenexperte Dr. Gert Kleinstäuber, freut sich sehr über die finanzielle Unterstützung von juwi. Das Geld wird für den Schutz und die weitere Erforschung des Wanderfalken in Südwestsachen eingesetzt.

Zu den weiteren Ausgleichsmaßnahmen zählen:

1. Sanierung des Bergkellers in Ruppertsgrün zu einem Fledermausquartier

Der ehemalige Bergkeller in der Gemarkung Ruppertsgrün soll im Zusammenhang mit der Errichtung einer Windenergieanlage als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme zum Fledermausquartier ertüchtigt werden. Besonderheit: Der ehemalige Bergkeller soll während der Nutzungszeit als Fledermausquartier auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden können.

2. Anlage einer Feldhecke in Kirchberg und Saupersdorf

Ziel der Kompensationsmaßnahme in der Gemarkung Kirchberg und Saupersdorf ist die Entwicklung einer Feldhecke mit fruchttragenden Gehölzen (Straucharten, Wildobstbäume). Die Hecke soll im Umfeld landwirtschaftlich und wohnbaulich genutzter Flächen als Nahrungshabitat, Nistplatz und Rückzugsraum für Vogelarten, Kleinsäuger, Insekten, Schmetterlinge etc. dienen. Die praktische Durchführung der Maßnahme obliegt dem NABU Erzgebirgsvorland e.V.

3. Anlage von zwei Kleingewässern in Limbach-Oberfrohna mit dem NABU Erzgebirgsvorland e.V.

Nach Fertigstellung der Kleingewässer wird kein künstlicher Wasserzulauf geschaffen, vielmehr werden die Kleingewässer über Niederschlag gespeist (sog. Himmelteiche). Ein jahrweises Trockenfallen in Teilbereichen ist daher möglich, um die Gefährdung der Amphibien durch starken Fischbesatz einzudämmen. Die praktische Durchführung der Maßnahme obliegt dem NABU Erzgebirgsvorland e.V.

4. Errichten eines kombinierten Vogel-/Fledermausturms auf dem Gelände des Deutschen Landwirtschaftsmuseums in Blankenhain

 

Diese Maßnahmen tragen dazu bei, in der Region neben dem Klimaschutz durch die beiden Windräder auch den lokalen Artenschutz zu stärken“, betont juwi-Projektleiter Jörg Heilmann.

 

(Foto-Quellenangabe: Dr. G. Kleinstäuber)

 

Zum Windpark Mosel:

Der Windpark Mosel besteht aus zwei Windenergie-Anlagen vom Typ Vestas V150 auf 169 m Nabenhöhe. Mit einer Gesamthöhe von 244 Metern werden sie zu den modernsten WEA in Sachsen gehören. Die Anlagen haben jeweils eine Nennleistung von 5.6 Megawatt und produzieren gemeinsam rund 25 Mio. Kilowattstunden. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.000 kWh pro Haushalt können bilanziell über 8.000 Haushalte mit grünem Strom versorgt werden. Der erste Antrag nach BImSchG wurde bereits 2015 gestellt, die Genehmigung wurde 2019 erteilt. die Bauarbeiten begannen im Juni 2021, die Inbetriebnahme erfolgt voraussichtlich im März 2022


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