09.09.2019 / OM Praxisnews

Wegweiser für den Weiterbetrieb

Die juwi Operations & Maintenance führt Betreiber von älteren Windparks in drei Schritten durch eine schwierige Entscheidungssituation: Schon die kostenfreie Schnellanalyse gibt einen wichtigen Fingerzeig, ob der Weiterbetrieb nach 20 Jahren lohnt.

20 Jahre, und dann? Vor dieser Frage stehen viele Betreiber mit älteren Windparks derzeit ganz akut. Am 1. Januar 2021 fallen erstmalig knapp 6.000 Windräder aus der EEG-Vergütung, in den Folgejahren folgen viele tausend weitere. Wenn der Königsweg Repowering versperrt ist, rückt der Weiterbetrieb in den Fokus: Dieser ist für Betreiber allerdings zunächst eine Rechnung mit einigen Unbekannten. „Wir wollen Betreibern helfen, hier systematisch zu einer Entscheidung zu kommen“, erklärt Jörg Grinsch, Vertriebsleiter der juwi Operations & Maintenance.

 

Kostenfreie Schnellanalyse

Am Anfang steht die Frage, ob der Weiterbetrieb überhaupt Chancen hat wirtschaftlich erfolgreich zu sein. „Bevor der Betreiber seinen Park aufwändig technisch und kaufmännisch durchleuchten lässt, sollte er schon ein Gefühl haben, ob seine Anlagen auch ohne EEG-Vergütung profitabel sein können. Deshalb haben wir ein Tool zur Schnellanalyse entwickelt, mit dem wir Betreibern eine Ersteinschätzung geben können“, sagt Stefanie Heidrich, Teamleiterin in der kaufmännischen Betriebsführung bei juwi. Im Schnellanalysetool stecken viel Projekterfahrung und Markt-Know-how, das den Kunden auf einfache Weise zugutekommt. „Wenn wir die Gewinn und Verlustrechnung der Anlage und die durchschnittlichen Stromerträge der zurückliegenden Jahre haben, dann können wir auf dieser Basis eine bereits recht fundierte Ersteinschätzung abgeben“, erklärt Heidrich.

Die Vorteile für alle Betreiber: Die Ergebnisse liegen schnell auf dem Tisch und sind dazu noch kostenfrei. Erst wenn die Erstanalyse positiv ausfällt, macht es für Betreiber überhaupt Sinn, in die umfangreiche Analyse einzusteigen, denn die kostet Zeit und Geld. Dann werden zum Beispiel Pacht und Versicherungsverträge aber auch der technische Zustand der Anlage vor Ort geprüft, die Wartungsdokumentation und die letzten Prüfgutachten ausgewertet und zum Beispiel auch die Lieferbarkeit von Ersatzteilen abgefragt.

„Hier nehmen wir wirklich alles unter die Lupe, was beim Weiterbetrieb eine Rolle spielt. Wir schauen nach Risiken aber natürlich auch nach Optimierungspotenzial“, erläutert Thomas Kretzschmar, Leiter Wind Operations. Der kaufmännische und technischer Rund-um-Check ist damit nicht nur eine wichtige Entscheidungsgrundlage für den Betreiber selbst, sondern auch Verhandlungsbasis, um einen längerfristigen Stromabnahmevertrag zu verhandeln. „Wir arbeiten hier eng mit unserem Mutterkonzern MVV zusammen, über den wir bei Bedarf entsprechende Power-Purchase-Agreements vermitteln können“, erläutert O&M-Vertriebsleiter Grinsch.

In dieser dritten, finalen Phase vor dem Weiterbetrieb wird mit einem Standgutachten auch die Sicherheit der Anlage überprüft und damit die gesetzliche Voraussetzung für den Weiterbetrieb geschaffen. „Natürlich gehört zu unserem Gesamtpaket auch dazu, dass wir spezielle Betriebsführungsverträge für die Post-EEG-Zeit anbieten, die flexibel kündbar sind und dem geänderten Betreuungsaufwand Rechnung tragen“, sagt Grinsch. Das Ziel ist klar: Profitable Windenergie-Standorte, für die der Königsweg Repowering versperrt ist, sollen so möglichst lange noch genutzt werden.

 

O&M-PRAXISTIPP: Die kostenfreie Schnellanalyse für ältere Anlagen können auch Betreiber, die nicht bei juwi in der Betriebsführung sind, einfach über info@juwi-om.de anfragen.


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