17.12.2015 / Unternehmen, Presse

Firmengründer Jung wechselt Mitte 2016 in den Aufsichtsrat

Nach Stabilisierung der Gruppe und mit guten Aussichten infolge der Neuausrichtung: juwi-Gründer und Vorstand Fred Jung (45) wechselt zum 1.7.16 in den Aufsichtsrat. Michael Class (48), derzeit Geschäftsführer der MVV Umwelt GmbH, wird Nachfolger.

juwi Vorstand: Stephan Hansen, Fred Jung, Michael Class, Marcus Jentsch
Die juwi-Vorstände: Stephan Hansen, Fred Jung, Michael Class, Marcus Jentsch

Die zu den führenden Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien zählende juwi AG hat nach turbulenten Jahren nun wieder stabiles Fahrwasser erreicht. Grund genug für den derzeitigen Vorstandsvorsitzenden Fred Jung, das Unternehmen mit guten Erfolgsaussichten im Bereich Projektentwicklung und Betriebsführung von Wind- und Solarenergie-Projekten in andere Hände zu übergeben. Auf der jüngsten Aufsichtsratssitzung hat der Aufsichtsrat daher dem Wunsch von Fred Jung entsprochen, sich aus persönlichen Gründen aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen und Mitte 2016 in den Aufsichtsrat der juwi AG zu wechseln.

Seine Nachfolge im Vorstand der juwi AG übernimmt Michael Class (48) – zunächst ab 18. Januar 2016 als stellvertretender Vorstandsvorsitzender, ab 1. Juli 2016 dann als Vorstandsvorsitzender. Der im südbadischen Wehr geborene Class ist seit 2008 Geschäftsführer der MVV Umwelt GmbH in Mannheim und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Energie- und Umweltbereich. Ähnlich wie Fred Jung besitzt er eine Ausbildung zum Landwirt und hat an der Universität Hohenheim Allgemeine Agrarwissenschaften studiert. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung, mit juwi die Energiewende maßgeblich mitgestalten zu können. Die Politik hat auf der Klimakonferenz in Paris die Weichen für das Energiesystem der Zukunft gestellt. Jetzt liegt es auch an der Wirtschaft, diesen Weg konsequent zu gehen. Juwi ist dafür sehr gut aufgestellt“, so Class, der am 18. Januar 2016 in Wörrstadt beginnen wird. Weitere Vorstandsmitglieder sind weiterhin Stephan Hansen und Marcus Jentsch sowie bis zum Sommer 2016 Fred Jung.

„Nach drei Jahren des Umbruchs ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, diesen Schritt zu gehen“, erläutert Jung die Beweggründe für seine Entscheidung. „Als Christ bespreche ich wesentliche Entscheidungen mit meinem Gott. So ist auch bereits Anfang 2013 der Entschluss gefallen, mich nach rund 20 Jahren mit großem Einsatz und großer Freude am Ausbau erneuerbarer Energien aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen.“ Nach seiner Einschätzung ist juwi– nicht zuletzt durch den Einstieg der MVV Energie AG –stabil genug aufgestellt, um weiterhin national und international eine maßgebliche Rolle bei der Energiewende zu spielen. „Ich selbst werde der Branche der erneuerbaren Energien als Aufsichtsratsmitglied der juwi AG weiterhin verbunden sein. Gleichzeitig entsteht auch Freiraum, mich anderen Dingen zu widmen, die nicht zwingend mit der Energiewirtschaft zu tun haben“, so Jung weiter. Jung hatte das Unternehmen 1996 zusammen mit Matthias Willenbacher gegründet. Willenbacher war Anfang 2015 aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Nach dem Einstieg des Mannheimer Energieunternehmens MVV Energie AG Ende Dezember 2014 und der in der ersten August-Hälfte dieses Jahres beschlossenen weiteren Kapitalerhöhung, wodurch die MVV Energie AG nun 63 Prozent der juwi-Anteile hält, blickt die juwi-Gruppe wieder optimistisch in die Zukunft. Mit der konsequenten Konzentration auf das Kerngeschäft will das Unternehmen dabei seine Position als führender Projektentwickler und Betriebsführer in Deutschland stärken und international die Wachstumschancen nutzen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Georg Müller dankt Fred Jung für sein Engagement in den vergangenen turbulenten Jahren: „Juwi hat sich in den letzten 20 Jahren zu einem der führenden Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien in Deutschland und auch international entwickelt. Und juwi kann auch in Zukunft den Megatrend erneuerbare Energien nutzen. Gemeinsam mit dem gesamten Aufsichtsrats freue ich mich sehr, dass Herr Jung uns auch künftig mit seiner Erfahrung bei juwi und am Markt der erneuerbaren Energien mit seiner Expertise im Aufsichtsrat erhalten bleibt.“


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