12.08.2020 / Wind, Unternehmen, Betriebsführung, Presse

Größte Windenergie-Anlage in Rheinland-Pfalz geht in Betrieb

Rekord-Windrad bei Kröppen im Landkreis Südwestpfalz hat eine Gesamthöhe von 241 Metern. Insgesamt bringt juwi dort zwei Anlagen des Typs Vestas V150 ans Netz.

Die juwi-Gruppe hat nahe der Gemeinde Kröppen, südwestlich von Pirmasens, das mit 241 Metern höchste Windrad in Rheinland-Pfalz in Betrieb genommen. Die Anlage des dänischen Herstellers Vestas verfügt über eine Leistung von 4,2 Megawatt. Insgesamt errichtete der Wörrstädter Projektenwickler in Kröppen zwei Windräder des Typs V-150, das niedrigere der beiden hat eine Gesamthöhe von 220 Metern. Der Windpark im südlichsten Winkel von Rheinland-Pfalz, unweit der französischen Grenze, trägt seit heute mit einer Stromproduktion von 23,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr zur klimafreundlichen Energieversorgung der Region bei und versorgt rund 7.800 Haushalte mit sauberem Strom.

„Wir sind schon ein wenig stolz, dass wir jetzt das größte Windrad in Rheinland-Pfalz bei uns in der Gemeinde stehen haben und freuen uns natürlich auch, dass wir als Gemeinde auch von den Einnahmen profitieren werden“, erklärt Ortsbürgermeister Steffen Schwarz. Ganz besonders freue ihn, das Projekt im Gedenken an seinen Vater umgesetzt zu sehen. Ottmar Schwarz hatte das Projekt als damaliger Ortsbürgermeister der Gemeinde Kröppen initiiert. Er war überraschend im September 2015 verstorben.

Die Planung für den kleinen Windpark mit den großen Anlagen hatte juwi im Jahr 2013 begonnen und dann in enger Abstimmung mit der Gemeinde Kröppen das Projekt bis zur Genehmigung vorangetrieben. Im März 2020 konnte mit dem Bau der beiden Anlagen begonnen werden. Vor allem in der Bauphase im Juni und Juli wurde das Projekt von den Anwohnern mit großem Interesse begleitet. 

„Für uns ist der Windpark Kröppen ein tolles Projekt, gerade weil vor Ort so viele interessierte Bürgerinnen und Bürger mitgefiebert haben“, berichtet Projektleiter Sebastian Weber. Nach der nun erfolgten Inbetriebnahme wird sich zukünftig die juwi Operations & Maintenance um die Betriebsführung des Windparks kümmern. 

Die Rekord-Anlage wurde in einem Waldstück auf dem Steinberg errichtet, während sich die zweite Anlage in einigen hundert Metern Entfernung auf einer Acker- und Grünlandfläche dreht. Das höhere der beiden Windräder hat eine Nabenhöhe von 166 Metern, die Rotorblätter sind 75 Meter lang. Die gesamte Anlage hat ein Gewicht von rund 770 Tonnen.

Als Ausgleich für den Eingriff in den Naturhaushalt werden 20 Bäume für Fledermäuse dauerhaft unter Schutz gestellt. Die Wildkatze erhält fünf Geheckplätze und im Stausteiner Wald wird ein Nadelbaumbestand in einen Laubwald umgewandelt. Zusätzlich darf sich die Stiftung Natur und Umwelt des Landes Rheinland-Pfalz über eine Ersatzgeldzahlung freuen. Diese Mittel können von den örtlichen Naturschutzbehörden für weitere Maßnahmen beantragt wer-den.


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