21.07.2021 / Presse, Wind, Natur, Unternehmen

juwi schließt Renaturierungsprojekt in Rheinhessen ab

„Wir freuen uns sehr, dieses einmalige Vorhaben nun erfolgreich abschließen zu können“; betont juwi-Projektleiter Markus Pauly. Die Größe des aufzuwertenden Bereiches betrug ca. 16 ha. Die Umsetzungskosten für das gesamte Konzept lagen bei ca. 1,2 Millionen Euro. Finanziert wurde das Projekt mit Mitteln aus Ausgleichszahlungen für den Bau von Windenergie-Anlagen im Kreis Alzey-Worms. Im Januar 2017 hatten die Bauvorbereitungen für dieses außergewöhnliche Projekt des Naturschutzes begonnen, nach der schrittweisen Fertigstellung mehrerer Teilabschnitte wurde das Projekt im Juni 2020 von der zuständigen Behörde abgenommen.

Die Neugestaltung des Altrheinsees am Rande der Ortsgemeinde Eich im Landkreis Alzey-Worms besitzt Leuchtturmcharakter weit über die Landkreisgrenzen hinaus. Realisiert wurde das Projekt im Auftrag der juwi-Gruppe in enger Kooperation mit dem Ingenieurbüro Brauner aus Worms als Kompensationsmaßnahme für den Eingriff in das Natur- und Landschaftsbild, der beim Bau von Windrädern im gleichen Landkreis entstanden ist. „Ein Projekt dieser Größenordnung war nur möglich, weil Ortsgemeinde, Verbandsgemeinde und Kreisverwaltung trotz anfangs teilweise unterschiedlicher Vorstellungen am Ende alle an einem Strang in die gleiche Richtung gezogen haben“, betont Pauly.

Durch die Verlagerung eines Badestrandes wurde die Voraussetzung geschafften die wertvolle und weithin einmalige Flora und Fauna der Altrheinlandschaft besser zu schützen. Gleichzeitig entstand für die Bürgerinnen und Bürger der Region ein qualitativ hochwertiges Naherholungsgebiet mit verbesserter Infrastruktur. So baute juwi neue Sanitäranlagen und schuf entsprechende Feuerwehrzufahrten. Auch die Einbindung in den AltrheinErlebnisPfad der Verbandsgemeinde Eich war Teil des Gesamtkonzeptes.

Die wesentlichen Maßnahmen des Konzeptes waren:

• Verlagerung des Badestrandes der Ortsgemeinde Eich aus dem Natura 2000 Gebiet

• Entwicklung großflächiger, störungsarmer Schilfflächen, Cladium mariscus Beständen, Großseggenriede und Flachwasserbereichen

• Verbesserung der Vernetzung der östlich und westlich der Landesstraße gelegenen Schutzgebietsteile

• Verhinderung der Etablierung eines Pionierwaldes bzw. einer Bewaldung der Flächen durch Anflug von Pappeln und Baumweiden

• Entflechtung von Nutzungen im Gebiet

 

Eine detaillierte Darstellung des Projekts als gelungene Ausgleichsmaßnahme finden Sie auch auf der Seite der Fachagentur Wind.


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