28.09.2020 / Wind, Unternehmen, Presse

Regionaler Energieversorger EZV und Projektentwickler juwi kooperieren bei Planung für Windpark Wörth am Main

Zonierte Flächen geeignet für Bau von fünf Windenergieanlagen / EZV behält Option für den Betrieb von drei Anlagen. Projekt stärkt kommunalen Haushalt. Bürger sollen sich beteiligen können.

Der Wörther Energieversorger EZV Energie- und Service GmbH & Co. KG Untermain, und der im rheinhessischen Wörrstadt ansässige Projektentwickler juwi AG mit seinem Büro im bayerischen Dürrwangen wollen das geplante Windprojekt Wörth am Main (Landkreis Miltenberg) gemeinsam voranbringen. Beide Unternehmen unterzeichneten hierzu Ende vergangener Woche eine Vereinbarung zur Übernahme von Projektrechten und der Kooperation. Der Vertragsunterzeichnung vorausgegangen war ein Auswahlverfahren durch die EZV, welches juwi für sich entscheiden konnte. Entstehen soll der Windpark auf kommunalen und eigens für die Windenergienutzung ausgewiesenen Zonierungsflächen der Stadt Wörth am Main - die Maximalhöhe der Windräder darf 230 Meter nicht überschreiten.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit juwi einen kompetenten und erfahrenen Windparkplaner für unser gemeinsames Projekt gewinnen konnten“, sagt Norbert Berres, Geschäftsführer der EZV. Zur künftigen Aufgabenverteilung innerhalb der Kooperation sagt er: „Juwi wird sich um die Detailplanung kümmern sowie die immissionsschutzrechtliche Genehmigung einholen. Im Anschluss verantwortet juwi das EEG-Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur sowie Bau und Inbetriebnahme der Windkraftanlagen. Die EZV hat sich die Option vorbehalten, bis zu drei der geplanten Anlagen selbst zu betreiben. Berres weiter: „Wir haben uns schon früh zum Ausbau der erneuerbaren Energien bekannt. Mit dem geplanten Windpark wollen wir unseren regenerativen Kraftwerkspark weiter ausbauen, um Privathaushalte wie Gewerbebetriebe in unserem Netzgebiet mit lokal und klimafreundlich erzeugtem Grünstrom zu versorgen.“
 
Durch die Kooperation verringert die EZV zudem ihr eigenes finanzielles Risiko. Denn in der Genehmigungs- und Bauphase liegt dieses auf Seiten von juwi.
Michael Class, Vorstandsvorsitzender der juwi-Gruppe: „Die Anlagenstandorte befinden sich alle auf kommunalen Flächen, dadurch profitiert die Stadt Wörth unmittelbar von den Pachteinnahmen. Hinzu kommen auch Gewerbesteuereinnahmen. Damit stehen den Bürgerinnen und Bürgern feste und vor allem planbare Einnahmen für die kommenden 20 Jahre und darüber hinaus zur Verfügung.“ 

Die drei Städte Wörth a.M. sowie Erlenbach und Obernburg profitieren zudem als Hauptgesellschafter des EZV vom Betrieb der geplanten Windkraftanlagen.
Die Gemeindeeinnahmen für die Stadt Wörth am Main könnten außerdem noch höher ausfallen. Denn die aktuell von der Bundesregierung per Kabinettsbeschluss vorgeschlagenen Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes enthält die Möglichkeit einer so genannten Kommunalabgabe. Hiernach kann der Betreiber bis zu 0,2 Cent je produzierter Kilowattstunde aus den Anlagen an die Standortgemeinde abführen und sich vom Netzbetreiber rückerstatten lassen. Die Stadt kann dann entscheiden, für welche Zwecke sie das Geld einsetzt. Der Gesetzentwurf befindet sich aktuell im parlamentarischen Verfahren.

Juwi und EZV werden künftig regelmäßig über den Projektstand informieren, sobald erste Ergebnis der Entwicklungsarbeit vorliegen und diese dann auf einer eigens für das Projekt eingerichteten Homepage veröffentlichen.
 


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