17.11.2020 / Blog, Menschen / Thomas Hoch

„Es ist das Gesamtpaket, das stimmen muss“

Wir sprachen mit HR-Leiterin Jana Warken über das Duzen von Bewerbern, über Benefits, mit denen juwi punkten kann und über die zukünftigen Herausforderungen bei der Stellenbesetzung.

Die juwi-Gruppe hat gerade eine ziemlich mutige Umstellung in der Ansprache von Kandidaten vollzogen: Ab sofort werden alle Bewerberinnen und Bewerber geduzt. Wie kam es dazu?
Zum einen haben wir uns angeschaut, was auf dem Markt üblich ist und wie dieser sich auch verändert. Insbesondere bei den sehr modernen Unternehmen gibt es einen Trend zum Du in den Stellenanzeigen und auch im persönlichen Gespräch. Auf der anderen Seite – und das ist eigentlich auch noch viel wichtiger – dient ein Bewerbungsgespräch ja auch dazu, juwi als Arbeitgeber zu präsentieren. Das Du ist ein ganz entscheidender Faktor in der juwi-Kultur und spätestens ab dem ersten Arbeitstag muss sich jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin damit anfreunden. Umso besser ist es doch, wenn jeder schon im Vorhinein weiß, worauf er sich einlässt.

Das Du im Bewerbungsprozess ist aber schon noch eher die Ausnahme. Gerade in Vorstellungsgesprächen wird das für den ein oder anderen Kandidaten und manche Kandidatin durchaus irritierend sein. Wie geht Ihr damit um?
Wir werden natürlich immer am Anfang erklären, dass wir uns entschieden haben, auch unsere Bewerbungsgespräche auf Du umzustellen, weil das Teil der juwi-Kultur ist. Wir werden das Du anbieten, wenn sich Kandidaten damit unwohl fühlen, dann ist das aber auch in Ordnung. Dann bleiben wir im Bewerbungsgespräch beim Sie. Trotzdem wissen unsere Bewerberinnen und Bewerber auch dann schon einmal, auf welche Unternehmenskultur sie sich einlassen. Ich habe nur gute Erfahrungen damit gemacht und ich glaube, es kommt gut an.

In welchen Bereichen sucht juwi derzeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie viele offene Stellen haben wir?
Wir suchen wirklich quer durch die Bank. Der Schwerpunkt ist natürlich in unserem operativen Projektgeschäft. Dort suchen wir beispielsweise Projektleiter und Bauleiter. Wir haben aber auch in der Betriebsführung etwa im Bereich Service und Instandhaltung offene Stellen. Auch Führungspositionen haben wir ausgeschrieben und zudem müssen wir in unseren administrativen Einheiten regelmäßig Stellen nachbesetzen, beispielsweise im IT-Bereich. Derzeit haben wir rund 25 offene Stellen, hinzu kommen noch die Praktikums- und Werkstudentenstellen. Es gibt wirklich eine Vielzahl an Profilen, die wir suchen und für den ein oder anderen stellen diese sicher auch echte Weiterentwicklungschancen dar. Es lohnt sich also regelmäßig in unsere Jobbörse reinzuschauen.

Welche Erfahrungen macht ihr in den Bewerbungsprozessen: Ist juwi ein attraktiver Arbeitgeber?
Definitiv. Die Bewerber schätzen es sehr, dass es bei juwi eine tolle Kantine gibt. Auch der Betriebskindergarten zieht, das merken wir insbesondere auch bei Führungskräften, die wir einstellen und die vielleicht mit ihrer Familie umziehen. Das sind natürlich Aspekte, die vor allem für unsere Zentrale in Wörrstadt gelten. Wir versuchen aber, dies für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Niederlassungen zu kompensieren, beispielsweise über einen Essensgeldzuschuss.
Es sind auch die Büroräumlichkeiten, unsere sehr flexible Arbeitszeitgestaltung und die Möglichkeit selbst für Führungskräfte in einem gewissen Rahmen Überstunden auf- und wieder abzubauen, die sehr positiv wahrgenommen werden. Hinzu kommt natürlich, dass juwi mit dem Thema erneuerbare Energien den Gesellschaftswandel mit vorantreibt – auch das zieht. Am Ende ist es das Gesamtpaket, das stimmen muss. Hier haben wir als Arbeitgeber ein wirklich attraktives Angebot.

Du bist ja selbst noch gar nicht so lange bei juwi – wenn ich es richtig in Erinnerung habe, sind es rund eineinhalb Jahre. Da hat man vielleicht noch ein wenig den berühmten Blick von außen: Welche drei Dinge schätzt Du denn persönlich am Arbeitgeber juwi?
Ich schätze insbesondere die Flexibilität, die juwi mir im Hinblick auf meine Arbeitszeit und meine Arbeitsgestaltung bietet. Außerdem schätze ich die Möglichkeit, in sehr viele Dinge involviert zu sein und etwas bewegen zu können. Ich bin übrigens der festen Überzeugung, dass es nicht nur an meiner Position liegt, sondern dass fast jeder bei juwi die Möglichkeit hat, etwas zu verändern. Das ist Teil der juwi-Kultur!
Und last but not least: Ich schätze den unglaublich freundlichen und sympathischen Umgang mit all unseren Kolleginnen und Kollegen. Das sind die drei Aspekte, die mich wirklich jeden Tag gerne zur Arbeit kommen lassen.

Das Thema Benefits ist vielleicht nicht der entscheidende aber doch ein wichtiger Aspekt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Betriebsgastronomie juwitality und die Kita juwelchen kennt und schätzt jeder, sie kommen aber vor allem denen zugute, die Wörrstadt arbeiten. Ich würde gerne mal mit Dir über die Benefits sprechen, die nicht so bekannt sind: Welche Bonbons für die Belegschaft hat denn juwi sonst noch zu bieten?
Wir haben natürlich die Klassiker wie einen Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge und vermögenswirksame Leistungen. Seit einem guten Jahr gibt es zudem die Möglichkeit, ein Jobrad zu leasen. Das wird sehr gut angenommen, inzwischen sind schon mehr als 50 Jobräder im Umlauf. Wir haben außerdem sehr flexible Arbeitszeiten, eine hervorragende IT-Ausstattung, die das mobile Arbeiten sehr erleichtert und ein Wertkonto. Hier können Überstunden und Einmalzahlungen eingebracht werden, die später genutzt werden können, sei es für ein Sabbatical, für Pflegezeiten oder als Modell zum Beispiel für Altersteilzeit. Das wird von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unglaublich geschätzt und auch genutzt. Was die wenigsten wissen: Wir haben eine Gruppenunfallversicherung, die auch private Unfälle mit abdeckt. Für die Niederlassungen, die zu klein sind um eine eigene Kantine zu betreiben, gibt es für jeden einen Essengeldzuschuss. Und was man auch nicht vergessen sollte: Es gibt – zumindest in nicht Corona-Zeiten – Sommerfest, Weihnachtsfrühstück, Teamevents, also viele Anlässe, bei den alle zusammenkommen und eine schöne Zeit miteinander verbringen können. Auch das ist nicht für jedes Unternehmen selbstverständlich.

Schauen wir zum Abschluss nochmal etwas weiter nach vorne: Was sind für dich die wichtigsten Herausforderungen, wenn es um die künftige Besetzung von Stellen bei juwi geht?
Für uns muss es zum einen darum gehen, den Bewerbungsprozess schnell zu gestalten und die Leute von unserem Angebot möglichst schnell zu überzeugen. Gute Leute haben in der Regel mehrere Angebote vorliegen und wir müssen schnell und effizient im Prozess sein.
Zum anderen müssen wir aber genauso darauf achten, dass wir bei den Leuten, die wir einstellen, eine hohe Diversität haben. Ich bin der festen Überzeugung, dass viele unterschiedliche Charaktere einen Mehrwert für juwi bringen. Nur wenn man divers ist, kann man um die besten Lösungen ringen. Wenn alle immer gleich denken, kommt man nicht zum besten Ergebnis. Dabei geht es um unterschiedliche Kulturen, Frauen in Führungspositionen aber auch um eine gute Mischung aus jüngeren und älteren Mitarbeitern. Am Ende kommt es darauf an, einen guten Mix quer durch die Gesellschaft auch bei uns im Unternehmen abzubilden.


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