Konzeption

1. Unser Leitbild

"Ein Juwel ist ein wertvoller Stein"

Wie ein Juwel ist auch das Kind für uns ein wertvolles Geschöpf und wird in seiner Individualität respektiert. Es bildet seine Persönlichkeit selbst und folgt dabei seiner Neugierde und seinem Forscherdrang.
Dabei werden die Kinder von uns individuell unterstützt und gefördert. Jedes Kind lernt in seinem Tempo nach seinem eigenen inneren Bauplan und ist mit seinen Fähigkeiten einmalig.


2. Die Organisation der Kindertageseinrichtung

2.1. Gebäude

Das juwelchen ist die Kindertagesstätte der juwi-Gruppe. 2009 wurde diese Einrich-tung für alle Mitarbeiterkinder gebaut. Die Einrichtung liegt am Rande des Firmengeländes, angrenzend sind Kornfelder. Im Juni 2012 wurde der aufgrund der zunehmenden Anmeldezahlen notwendig gewordene Erweiterungsbau eingeweiht. Dadurch stehen den Kindern nun zusätzlich zu den 5 Gruppenräumen mit jeweils einem Nebenraum, ein "Kinderrestaurant", 2 Forscherlabore, eine für Kinder geeignete Küche, ein Atelier und ein Bewegungsraum zur Verfügung.

2.2. Gruppen und Öffnungszeiten

Derzeit werden im juwelchen bis zu 70 Kinder in 3 Krippengruppen (1- und 2-Jährige) und zwei Kindergartengruppen (2-6-Jährige) mit 10 bzw. 20 Kindern von jeweils 2 ErzieherInnen und ggf. einem Auszubildenden/Praktikanten betreut.
Die tägliche Öffnungszeit ist von 7.45 Uhr bis 17.30 Uhr. Freitags schließt die Kita um 16.30 Uhr.
In den Sommerferien ist die Einrichtung für drei Wochen geschlossen, ebenso zwi-schen Weihnachten und Neujahr.

2.3. Betreuungsangebot und Kosten

Die Aufnahme wird frühestens ab dem 1. Geburtstag gewährt.

Das Betreuungsangebot richtet sich nach den Vorgaben des Jugendamts Alzey-Worms.
Folgende Betreuungsangebote sind möglich:
- Halbtagsangebot mit Frühstück (ohne Mittagessen),
  07:45 bis max. 11:30 Uhr,
  Verpflegungskosten 30 €/Monat
- Verlängertes Vormittagsangebot mit Frühstück und Mittagsessen,
  07:45 bis max. 14:00 Uhr,
  Verpflegungskosten für Einjährige 65 €/Monat, ab 2 Jahre 80 €/Monat
- Ganztagsangebot mit Frühstück, Mittagsessen und Imbiss,
  7:45 bis max.17:30 Uhr,
  Verpflegungskosten für Einjährige 65 €/Monat, ab 2 Jahre 95 €/Monat

Die Betreuungskosten für Einjährige richten sich nach dem Nettofamilieneinkommen.
Nach dem 2. Lebensjahr ist der Kindergartenbesuch in RLP beitragsfrei.

Es wird angeraten, dass die Fremdbetreuung für Kinder unter 3 Jahren 6 Stun-den/Tag und für Kinder ab 3 Jahren 8 Stunden/Tag nicht überschreitet.

Zurzeit stellt das juwelchen 5 Krippenplätze für Kinder aus der Stadt Wörrstadt zur Verfügung. Bei freien Platzkapazitäten und der Zustimmung der Stadt Wörrstadt besteht für diese Kinder die Möglichkeit in den Kindergartenbereich zu wechseln.


3. Unser pädagogisches Konzept

3.1. Krippenkonzept

In den Krippengruppen orientieren wir uns an den pädagogischen Ansätzen von Emmi Pikler. Die drei grundlegenden Säulen dieser Pädagogik sind die sinnvolle Umgebung, die freie Bewegungsentwicklung und die liebevolle Pflege.
Die Umgebung der Kinder ist übersichtlich, geordnet und mit verschiedenen Materialien ausgestattet. So erfährt das Kind Schutz, Geborgenheit und Sicherheit und kann durch Ertasten seine Sinne schärfen.
Der Raum bietet außerdem unterschiedliche Bewegungsanreize durch Treppen, Podeste u.ä. So kann jedes Kind nach seinem eigenen Können diese Dinge ausprobieren und selbständig erkunden. Wir als Erzieher bringen das Kind nicht in eine Lage, in die es selbst nicht gekommen wäre.
Durch selbständiges Tun wachsen Synapsen im Gehirn, die Muskeln bilden sich besser aus und das Kind erfährt für sich einen Lernerfolg ("learning by doing").
Die letzte Säule ist die Beziehungspflege. Dabei wird das Wickeln, Händewaschen und das gemeinsame Essen nicht als schnelle Pflicht, sondern als Kooperation mit dem Kind angesehen. Das  Kind ist Mittelpunkt und wird miteinbezogen. Auf die Bedürfnisse des Kindes wird geachtet und individuell eingegangen.

Tagesablauf im Krippenbereich:

7.45 bis 9.00 Uhr  Ankommen
8.45 Uhr   Frühstück
9.30 bis 11.30 Uhr  Singkreis / Morgenrunde /Freispiel / Aktionen / Wickeln
11.30 Uhr   Mittagessen
anschließend  Mittagsschlaf
nach dem Aufwachen  Wickeln / Freispiel/Aktionen
14.00 Uhr   Abholzeit (Verlängertes Vormittagsangebot)
14:45 Uhr    Imbiss
anschließend  Freispiel/Aktionen
17.30Uhr   Kita schließt

Das Freispiel im Außengelände ist bei (fast) jedem Wetter fester Bestandteil im Ta-gesablauf, denn „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“.

 
3.2. Kindergartenkonzept

Der Kindergarten arbeitet bei den 2-6-jährigen Kindern nach dem Situationsorientierten Ansatz. Dieses Arbeiten setzt genaue Beobachtungen und Sensibilität voraus, um die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen und darauf einzugehen.
Durch Aktivitäten und Lernerfahrungen lassen sich Qualifikationen und Kompetenzen erwerben. Das forschende und entdeckende Lernen ermöglicht Kindern, Probleme selbst zu lösen, Barrieren zu überwinden und sich mit Vergnügen die Welt zu erschließen. Wir vermitteln den Kindern, dass die Aneignung und Gestaltung der Welt eine lernintensive Forschungsexpedition ist. Kinder lernen dann nicht weniger, sondern motivierter, mehr und sinnvoller ("Der Weg ist das Ziel").

Tagesablauf im Kindergartenbereich:

7.45 bis 9.00Uhr  offenes Ankommen / Freispielphase & Frühstück
9.30Uhr   Kinderkonferenz / vorstellen verschiedener geplanter
   Aktivitäten / Kinder teilen sich in die Kleingruppen ein
 9.45 bis 11.30 Uhr  Angebote/ Freispielphase/ Singkreis
11.30 Uhr   gemeinsames Mittagessen (Erste Gruppe)
12.00 Uhr   gemeinsames Mittagessen (Zweite Gruppe)
danach   Schlafen/Ruhephase/Lesekreis
14:00 Uhr   Abholzeit (Verlängertes Vormittagsangebot)
14:45 Uhr   Imbiss
anschließend  Freispiel/Aktionen
17:30 Uhr   Kita schließt

Das Freispiel im Außengelände ist bei (fast) jedem Wetter fester Bestandteil im Tagesablauf, denn „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“.


4. Unsere pädagogischen Ziele, Inhalte und Methoden

4.1. Begleitende Eingewöhnung

Eltern und Kind haben eine besondere Bindung zueinander, deshalb ist eine schrittweise Eingewöhnung in das juwelchen wichtig. Wir orientieren uns dabei am Berliner Eingewöhnungsmodell (www.kindergartenpaedagogik.de). Die Beteiligung der Eltern spielt hierbei eine große Rolle. Sie begleiten das Kind in den ersten Wochen in der Kita und geben ihm so den "sicheren Hafen", um alles zu erkunden. Eltern und ErzieherIn stehen immer im Austausch und so kann auch eine Bindung zur ErzieherIn folgen, wobei Eltern immer Hauptbindungsperson bleiben! Vertrauen die Eltern auf eine gute Eingewöhnung, so hat auch das Kind weniger Probleme anzukommen.

Beim Übergang von der Krippe in den Kindergartenbereich bekommt das Kind die Eingewöhnungszeit, die es braucht, um sich mit der neuen Gruppe und der neuen Bezugserzieherin vertraut zu machen. Die bisherige Gruppe und die Bindungspersonen bleiben für das Kind solange der „sichere Hafen“, bis es bereit ist, den Wechsel ganz zu vollziehen.

4.2. Bildungsbereiche

4.2.1.  Sprache / Bilingualer Kindergarten

Sprachkompetenz ist eine elementare Grundlage für die Bildungschancen von  Kin-dern. Mit einer ganzheitlichen und lebendigen Sprachförderung möchten wir den Kindern im juwelchen durch das Erwecken von Interessen Sprachanlässe schaffen, wobei das Bewusstsein für Phonetik, der Wortschatz und der Spaß an der Sprache an sich gefördert werden sollen. Dabei hilft den Kindern im Kindergartenbereich eine ausgebildete Sprachförderkraft.

Englisch hören, verstehen und sprechen - diese Grundbausteine des Zweitspracherwerbs werden nach dem Prinzip der Immersion im juwelchen vermittelt. Hierbei tauchen die Kinder in ein „Sprachbad“, in dem Englisch in den vielfältigen Situationen des KiTa-Alltags von einer muttersprachlichen Mitarbeiterin angewandt wird. Der Sprachschatz der Kinder wird auch fortlaufend durch Singen, Vorlesen und Spielen in englischer Sprache gefestigt und erweitert.

4.2.2.  Bewegung (auch künstlerische Ausdrucksformen)

Kinder haben einen natürlichen Drang und große Freude daran, sich zu bewegen. Bewegung ist für sie wie Sprechen, Singen und Tanzen, ein elementares Aus-drucksmittel. Im Alltag wird dies durch die spielauffordernde Gestaltung der Räum-lichkeiten und des Außengeländes unterstützt.
Zudem bietet der Kindergarten  regelmäßig die Möglichkeit an, mit einer Motopädin die Turnhalle als Bewegungs-und Erfahrungsraum zu nutzen. Dabei spielt die Beziehungsarbeit eine sehr große Rolle. Die Entwicklung  im sozial- emotionalen Bereich, die Sinneswahrnehmung und das Selbstkonzept (Selbstbild/ Selbstwertgefühl/ Körpererfahrung/ Identität) stehen im Vordergrund.
Der Raum und die Materialien fordern und fördern ebenso ein regelmäßig kreatives und künstlerisches Rollenspiel. Die Kinder erkennen ihre Ressourcen und erweitern ihr Konzept der Persönlichkeit und ihrer motorischen Prozesse.

4.2.3.  Gestalten

In der Begegnung mit bildnerischer und darstellender Kunst entdeckt das Kind unterschiedliche Formen, um Gefühle und Gedanken auszudrücken und darstellen zu können. Da den Kindern in unserer Einrichtung die unterschiedlichsten Materialien zur freien Verfügung stehen, sind ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Dies geschieht vor allem im Atelier und in den Gruppenräumen.

4.2.4.  Musik

Bei uns erfahren die Kinder Musik als Quelle von Freude und Entspannung sowie als Anregung zu Kreativität an einer Reihe von Tätigkeiten wie beispielsweise im Singen, im Instrumentalspiel oder im Tanz, aber auch im Erzählen, Bewegen und Malen (z.B. Klanggeschichten, Bewegungslieder, Meditationsmalen, musikalischen Fantasiereisen, Orffinstrumente).
Im täglichen Singkreis, den die Kinder aktiv mitgestalten (Partizipation), werden viel-fältige Kompetenzen gefördert z. B. Musikalität, Koordination, Sozialkompetenz, Mo-torik, Sprache.

4.2.5.  Soziales Leben

Im täglichen Zusammenleben werden den Kindern wichtige Werte und Normen wie z.B. Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und Ehrlichkeit vermittelt. Dies geschieht durch gemeinsame Mahlzeiten, Rollenspiele, Theaterprojekte und Feste, die sich am Jah-reslauf und am Kirchenjahr orientieren. Wir unterstützen Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft, ihre Lebenswelt zu verstehen und sie selbstbe-stimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten.
Einmal in der Woche sind alle Kinder in der „juwelchenzeit“ zusammen, um Lieder zu singen, kurze Geschichten zu hören und die gruppenübergreifende Gemeinschaft zu erleben.
Speziell für die Kindergartenkinder gibt es das regelmäßige Angebot, biblische Ge-schichten anschaulich und verständlich zu erfahren und mitzugestalten. Dazu wird ggf. auch der firmeneigene Andachtsraum „Oase“ genutzt.

4.2.6.  Mahlzeiten

Die gemeinsamen Mahlzeiten werden so gestaltet, dass die Kinder sich in der Tischgemeinschaft wohlfühlen. Die Kinder können so lernen, bewusst zu essen und die Nahrungsmittel zu schätzen. Ein abwechslungsreicher Speiseplan bietet den Kindern die Möglichkeit, viele verschiedene Nahrungsmittel auszuprobieren.
Unser firmeneigener Caterer „juwitality“ achtet bei der Auswahl der Lebensmittel und bei der Erstellung des Speiseplans stets auf saisonale Produkte aus unserer Region.

4.2.7. Bildung zur nachhaltigen Entwicklung

4.2.7.1. Umwelt und Natur

In unserer Zeit ist es wichtiger denn je, Kindern den verantwortlichen Umgang mit Umwelt und Natur nahezubringen. Im täglichen Leben und Vorleben oder auch bei Ausflügen in die benachbarte Landwirtschaft vermitteln wir ökologische Werte. In der Natur können sich die Kinder frei bewegen und sich körperlich ausprobieren, was zu ihrer inneren Ausgeglichenheit beiträgt.
Unser Außengelände ist naturnah gestaltet, lädt zum Bewegen und Ausprobieren ein und schützt zusätzlich den Lebensraum der Tiere (Totholzbeet, Insektenhotel, Haselmausnistkästen, Vogelhäuschen, Weidentunnel,…)
Mit einer festen Gruppe von älteren Kindern besuchen wir ganzjährig ca. einmal im Monat den Wald. Auch steht uns im „juwelchen“ ein Bauwagen für die Vor- und Nachbereitung der Waldtage zur Verfügung. Im Wald begeben wir uns auf eine ge-meinsame Entdeckungsreise. Die Inhalte des Tages orientieren sich weitestgehend an der Umgebung und dem aktuellen Interesse der Kinder. Dabei werden verschie-dene Bereiche der Kinder gefördert und gefordert.

4.2.7.2. Garten und Küche

Alle juwelchen, insbesondere die Kindergartenkinder, lernen beim Mithelfen in unserem Nutzgarten, wie man Kräuter, Obst und Gemüse sät, pflegt und erntet. Dabei übernehmen sie Verantwortung für die Pflanzen und lernen den Kreislauf des Lebens kennen: blühen – verwelken – verrotten – düngen … Das Geerntete wird in unserer kindgerechten Küche zu leckeren Gerichten, Marmeladen oder Sonstigem verarbeitet und verkostet.

4.2.7.3.  Haus der kleinen Forscher

Seit November 2012 ist das juwelchen zertifiziertes „Haus der kleinen Forscher“. In unserem speziell eingerichteten Forscherlabor haben alle Kinder regelmäßig die Möglichkeit, ihrem Forscherdrang nachzugehen. Zahlreiche Experimente aus den Bereichen Naturwissenschaft und Technik können die Kinder selbst durchführen und dadurch physikalische Zusammenhänge erfahren.
Wir möchten die Kinder mit unserem Konzept besonders für das Thema „Erneuerba-re Energien“ sensibilisieren, denn „Energie ist da“. Aber auch Bildung für nachhaltige Entwicklung nimmt immer mehr Raum ein. Die Krippenkinder haben die Möglichkeit, in ihrem eigenen Forscherlabor erste Erfahrungen zu sammeln.

 

5. Beobachten und Dokumentieren kindlicher Entwicklungsprozesse

Beobachtung ist die Basis unseres pädagogischen Handelns und damit unserer Professionalität als Erziehende. Wahrnehmende und begleitende Beobachtung ist ein fester Bestandteil unseres Arbeitsalltags und wegweisend für unsere Arbeit mit den Kindern. Zielgerichtete und ressourcenorientierte Beobachtung ist die Grundlage für die Entwicklungsdokumentation (z.B. Grenzsteine der Entwicklung), die auf einschlägiger Literatur basiert und von uns angepasst wurde. Sie dient neben der schriftlichen Dokumentation (Portfolio) vor allem der umfassenden Reflexion.

 

6. Individuelle Lernchancen / Partizipation

Unsere pädagogische Arbeit verstehen wir als einen Beitrag, allen Kindern gleicher-maßen und gemäß ihrer Entwicklung umfassende Lernchancen zu bieten. Hier sind alle Kinder eingeschlossen, gleich welche Voraussetzungen und Bedingungen sie mitbringen (Inklusion).
Um allen Kindern diese individuellen Lernchancen zu ermöglichen, gestalten wir nach unserem Raumkonzept eine Umgebung, in der die Kinder ausprobieren, entdecken und durch aktives Handeln lernen. Daher kommt dem Freispiel in unserer Kita eine große Bedeutung zu und ist fest im Tagesablauf verankert. Ebenso findet bei den Kindergartenkindern täglich die Kinderkonferenz (KiKo) statt, in der die Kinder ihre Meinung und Ideen äußern und ihren Tag mitgestalten können.

 

7. Raumkonzept

Alle Gruppen verfügen über einen großen Spielraum, einen Nebenraum (Schla-fen/Lesen/Ruhe), einen WC-Waschraum, einen Wickelraum und eine Garderobe. Zudem stehen den Kindern weitere Räume gruppenübergreifend zur Verfügung (Turnraum, kindgerechte Küche, Forscherlabor, Atelier, Marktplatz, Kinderbüh-ne/Bällebad und Kaspertheaternische).
Die Gruppenräume sind in erkennbare  Spielbereiche eingeteilt, die den Kindern eine gute Orientierung bieten (Rollenspiel, Bauen, Kreatives, Musizieren, Bewegung, Leseecke, Rückzug). In offenen Regalen sind die Spielmaterialien gut sichtbar und übersichtlich eingeordnet und motivieren so zum selbständigen Spielen und Experimentieren. Unsere Spielmaterialien sind vielseitig verwendbar, ökologisch und phantasieanregend. Zudem wird das Spielzeug regelmäßig ausgetauscht, um ein Überladen mit Spielmaterialien zu verhindern.

 

8. Elternzusammenarbeit

Um eine gute Erziehungspartnerschaft zwischen Kita und Eltern zu schaffen, ist es uns wichtig, von Anfang an die Eltern mit zu beteiligen. Dies beginnt  mit dem Erst-gespräch und der anschließenden Eingewöhnungsphase, in der die Eltern einen Einblick in den Tagesablauf und die pädagogische Arbeit bekommen. Später können sich die Eltern im Elternausschuss, bei Festen, Elternabenden, Stammtischen und anderen Aktionen immer wieder selbst einbringen. Durch Elterngespräche und  Tür- und Angelgespräche soll ein aktiver Austausch zustande kommen, um eine reibungslose Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes zu ermöglichen.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Anregungen, Kritik oder Wünsche – anonym oder in personalisierter  Form – schriftlich über einen Elternbriefkasten an die Kita-Leitung weiterzugeben. Selbstverständlich können die Kita-Leitung, Mitglieder des Elternausschusses und die Erzieher auch direkt persönlich angesprochen werden, wenn es um spezielle Anliegen geht.

 

9. Personalentwicklung und Qualitätsmanagement

Wöchentlich trifft sich das  Erzieherteam, um Pädagogisches und Organisatorisches zu besprechen. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Mitarbeiter-, Leistungsentwick-lungs- und Zielvereinbarungsgespräche zwischen Träger, Leitung und Mitarbeitern. Auch regelmäßige  Fortbildungen, hausintern oder extern, werden von allen Mitarbeitern wahrgenommen.
An Klausurtagen wird unsere Konzeption regelmäßig weiterentwickelt. Außerdem werden Teamentwicklungsmaßnahmen genutzt, um den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern zu fördern und zu verbessern.
Etwa alle zwei Monate erhält das Team Unterstützung in Form von Beratung, Be-obachtung des pädagogischen Handelns und begleitender Supervision durch einen erfahrenen Psychologen. Dieser steht auch den Eltern zu Gesprächen zur Verfügung (Termine werden in der Kita bekannt gegeben).

 

10. Aus- und Weiterbildung

10.1. Ausbildungsstätte

Das juwelchen ist Ausbildungsstätte für Erzieher und Sozialassistenten. Außerdem besteht die Möglichkeit, hier ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Praktikum zu absolvieren.

10.2. Konsultationskita

Von Januar 2014 bis Dezember 2016 war das juwelchen Konsulationskindertages-stätte mit dem Schwerpunkt „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“ (s. 4.2.7.).
In diesem Zeitraum boten wir auftragsgemäß Fachnachmittage und Hospitationen für externe Erzieher, Erzieher-Schulen und Pädagogen an.
Seit 2017 sind wir – außerhalb dieses offiziellen Rahmens – weiterhin offen für Besuche von Fachpersonal, das sich über die Grundlagen, Inhalte und Schwerpunkte unserer Arbeit informieren möchte.

 

11. Vernetzung mit Kooperationspartnern

Unsere Vernetzung mit der Firma juwi ist ganz natürlich und wird stark gelebt, z.B. das Essen vom firmeneigenen Caterer juwitality.
Aber auch mit Kitas, Schulen und Ämtern in der Region finden regelmäßige Treffen statt. Kooperationspartner können beispielsweise der BUND, NABU, das Projekt „Kinder-Garten im Kindergarten“, die katholische Bücherei Bonifatiushaus, Nieder Ramstädter Diakonie sowie Künstler aus der Region sein.
Bei gegebenen Anlässen oder zu Schulungszwecken bestehen Verbindungen zu verschiedenen Therapeuten (z.B. Logopäden, Ergotherapeuten, Psychologen). Eine enge Kooperation findet mit der Evangelischen Psychologischen Beratungsstelle (epb) statt. Es besteht 6 mal jährlich die Möglichkeit für Eltern und ErzieherInnen ein Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen.

 

12. Schlusswort

Für juwi ist die betriebseigene Kindertagesstätte juwelchen ein unersetzbarer Bau-stein zur Unterstützung der Work-Life-Balance der Mitarbeiter. Durch die liebevolle Förderung jedes einzelnen Kindes und die Vermittlung guter Werte soll auch die Wertschätzung der Mitarbeiter und ihrer Familien zum Ausdruck gebracht werden und durch die Stärkung der Familien ein motivationssteigernder Effekt auf die Mitar-beiter und das Betriebsklima erreicht werden.