decorative background element
Kontakt
Wir freuen uns auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.
Hier finden Sie die richtige Person für Ihr Anliegen.
Worum geht es?
background image

Erneuerbare Energien weltweit

Bereits heute wird weltweit fast ein Drittel des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt. Der Zubau ist gewaltig. Aber: Gewaltig ist auch der Energiehunger der Menschen.

Erneuerbare auf dem Vormarsch

Es ist ein Wendepunkt: Erneuerbare Energien konnten 2025 den Anstieg des weltweiten Energiebedarfs übertreffen und damit den Anstieg der fossilen Stromerzeugung verhindern. Wie der Report „Global Electricity Review 2026“ ermittelte, stieg der weltweite Strombedarf im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent oder 849 Terawattstunden (TWh). Aber: Allein die Solarenergie konnte 75 Prozent dieses Anstiegs decken, dank eines Rekordwachstums um 30 Prozent (636 TWh).

So viel Strom kamen 2025 aus Sonne, Wind und Wasserkraft

Insgesamt lieferten die Erneuerbaren 2025 weltweit 10.730 TWh Strom. Das waren 33,8 Prozent des weltweiten Strombedarfs und 8,6 Prozent mehr als 2024. Damit lagen sie zum ersten Mal seit 100 Jahren vor der Stromerzeugung aus Kohle (10.476 TWh). 

So groß waren die Anteile der erneuerbaren Energien 2025

  • Wasserkraft: 4.437 TWh (14 Prozent)
  • Photovoltaik: 2.778 TWh (8,7 Prozent)
  • Windenergie: 2.715 TWh (8,5 Prozent)
  • Andere Erneuerbare: 800 TWh (2,5 Prozent) 

Rekordinvestitionen und -wachstum 2025

Auch die Investitionen in die Erneuerbaren stiegen: 2025 sind nach einer Vorabschätzung der International Energy Agency weltweit mehr als drei Billionen Dollar in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert worden. Damit würden sie um etwa 50 Prozent höher ausfallen als die Gesamtsumme, die für die Vermarktung von Erdöl, Erdgas und Kohle aufgewendet wird.

Angesichts der steigenden Investitionen nimmt der Ausbau der Erneuerbaren kräftig Fahrt auf. Laut Jahresbericht der International Renewable Energy Agency (Irena) wuchs die Gesamtkapazität der Erneuerbaren um 692 Gigawatt (GW) auf 5.149 GW – eine Steigerung um 15,5 Prozent.
 

Am stärksten legte die Photovoltaik zu: 511 GW wurden 2025 weltweit neu installiert, 2.376 GW beträgt jetzt die weltweite Kapazität. Es folgte die Windkraft, die um 159 GW auf 1.292 GW wuchs. Damit entfielen 96,8 Prozent des gesamten Nettoausbaus auf Solar- und Windenergie. Die Bioenergie belegte mit einem jährlichen Wachstum von 2,3 Prozent den dritten Platz und trug 3,4 GW zum Gesamtausbau der erneuerbaren Energien bei. 

Erneuerbare Energien im Ländervergleich – China vorn

Ein Blick auf die globale Verteilung zeigt, wie stark China den Markt dominiert: 2025 nahm das bevölkerungsreichste Land der Welt 314 GW Photovoltaik in Betrieb – mehr als 60 Prozent des weltweiten Zubaus. Auch bei der Windenergie lagen die Chinesen vorn: Fast 120 GW Windparkleistung gingen dort neu in Betrieb, ein Viertel des gesamten weltweiten Zubaus. (Irena RE Capacity Statistics)

Nicht verwunderlich ist es daher, dass Asien mit 2.891 GW installierter Leistung der Kontinent mit dem größten Anteil an Erneuerbaren ist. Es folgt Europa mit insgesamt 934 GW. Mittelamerika und die Karibik wiesen 2025 mit insgesamt 21 GW die geringste Kapazität aus erneuerbaren Energien auf.

Bis zur weltweiten Klimaneutralität ist es noch ein weiter Weg

Doch kein Licht ohne Schatten. Zwar ist die erneuerbare Stromerzeugung in den vergangenen Jahren beeindruckend gewachsen. Aber in den Bereichen Wärme und Verkehr passiert zu wenig. Sie machen über drei Viertel des Endenergieverbrauchs aus, doch der Anteil der Erneuerbaren lag 2024 bei 5,7 Prozent, wie der internationale REN21 Global Overview ermittelte.

Gleichzeitig leben noch viele Menschen in Afrika oder Asien ohne Strom. Zudem sollen viele Prozesse, die jetzt mit Erdgas oder Kohle funktionieren, künftig mit Strom betrieben werden. Dazu kommt Künstliche Intelligenz als neuer Verbraucher mit einem immensen Energiehunger. Das heißt, der Energie- und vor allem der Strombedarf werden wachsen. Um diesen zusätzlichen Bedarf zu decken, müssen wir die erneuerbaren Energien in allen Bereichen deutlich schneller ausbauen, als das bislang der Fall ist – und zwar weltweit.